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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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221
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Sechstes Kapitel.

Die Olarner Schieferbrüclie und die eocenen Gebildeder Schioch.

Der Charakter der Schiesergcbirge. Die in demselben liegenden Schieferbrüche von Malt.Die Gewinnung und Bearbeitung der Platten und deren technische Verwendung. Geschicht-liches über dieses Bergwerk. Vorkommen ähnlicher Schiefer in andern Theilen der Schweiz .Die Versteinerungen des Matter-Schieserbruches. Versuch zur Erklärung ihrer Naturund eigenthümlichen Erhaltungsart. Schilderung der hauptsächlichsten Thierformen des-selben. Die Fische, Schildkröten und Bögel. Charakter der Matter-Fischfauna. Rückschlüsseauf das Klima dieser Zeit. Geologisches Alter dieser Fauna. Die Flyschgesteine und derenVerbreitung in der Schweiz . Taoigliana-Sandsiein. Fucoidenschieser. Die Flora desFlyschmeeres- Bergleichunz derselben mit derjenigen anderer Formationen. Die Nummu-litengebirge. Beschaffenheit der Gesteinsarten und deren Verbreitung. Ihre Lagerungsver-hältnisse. Thierwelt des NummulitenmeereS. Mollusken, Polythalamien, die Seeigel desobern SihlthaleS; die Krabben. Sie sind untertertiär (eocen) und weisen die Nummuliten-bildung in diese Erdperiode. Das ganze Gebiet des Jura war zu dieser Zeit Festland.Die Bohnerzbilkung desselben. Seine Thierberölkerung. Die Reptilien; die Säugethiere:Dickhäuter, Wiederkäuer, Nager, Affen. Das Pflanzcnkleid dieses Festlandes. Rückblick.

Nähern wir uns aus der Eisenbahn, welche Zürich mit Chur verbindet,dem Wallensee , so öffnet sich zur rechten Seite ein Thal, das nur vongeringem Umfang zn sein scheint. Begeben wir uns aber in dasselbe hin-ein, so gewahren wir, daß hier in allerdings engem Raume eine großartigeGcbirgswclt eingeschlossen sei. Bor uns breitet sich eine grüne Thalsohleaus, schmal zwar nur, aber mit üppigen Aeckern und Wiesen bekleidet unddurch stattliche Dörfer belebt, die fast überall unverkennbare Zeichen gewerb-lichen Fleißes und erfreulicher Wohlhabenheit an sich tragen. Wir könnender Energie der Bevölkerung, die auf engem Raum ein reiches, mannig-faltiges Leben geschaffen hat, unsere lebhafte Theilnahme nicht versagen,während die Berge, die von allen Seiten dem Tiefland«: entsteigen, unsmit Staunen und Bewunderung erfüllen. Unmittelbar von der tiefen Thal-