Dreizehntes Kapitel.
Die MtScherjeit.
Die geschichteten Gerölllager. Die erratische Bildung. Die Blockwälle und Findlinge. Verbreitungderselben. Jbre ursprünglichen Lagerstätten. Ursache ihrer Verbreitung. Können weder durchWasser noch schwimmende Eisberge aus den Alpen gekommen sein. Die Annahme großerGletscher, die einst die Schweiz bedeckt haben, erklärt uns alle Erscheinungen der erratischenBildung. Blick aus die jetzigen Gletscher unseres Landes; ihre Fortbewegung, ihre Seiten-,Mittel- und Endmoränen; ihre Wirkung auf die Seikenwände und den Boden; die Gletscher-bäche und die von ihnen verbreiteten Schuttmassen. Anwendung auf die erratische Bildung.Zur diluvialen Zeit war die Schweiz von sieben großen Gletschern bedeckt. Auch über denNorden Europa's war ein unermeßliches Eismeer verbreitet. Lange Dauer der Gletscher-zeit. Die Schieserkoblenbildung und die Ablagerung von Geröllbänken fällt zwischen zweiZeilen großer Gletscherverbreitung. Die Abtheilungen der diluvialen Periode. Die Pflanzen-welt derselben. Die Kolonieen von Alpenpflanzen aus den Hügelketten und in den Torf-mooren. Rühren aus der Diluvialzeit her und erklären den Zusammenhang der alpinen Floramit der nordischen. Die Thierwelt. Weichthiere. Säugethiere. Kolonieen alpiner und nor-discher Arten. Auch die Thierwelt des Meeres bezeugt die Gleticherzeit. Ebenso die großeKluft, welche die jetzige Naturwelt unseres Landes von der miocenen trennt. Das ersteAuftreten des Menschen fällt in die diluviale Zeit- Geschichtliches über die Glelsebertheorie.Joh. von Charpentier der Begründer derselben.
Das S. 487. Fig. 328 mitgetheilte Profil von Dürnten zeigt uns,daß die dortigen Schieferkohlen von einem mächtigen Lager geschichtetenGerolles und Sandes bedeckt sind und daß auf diesem lose Felsblöcke liegen.Dieselbe Erscheinung begegnet uns in Utznach sS. 488. Fig. 329). Die zahl-losen, zu Beschotterung der Straßen geöffneten Kiesgruben überzeugen uns,daß diese aus geschichtetem Geröll und Sand bestehenden Bänke über alleThäler und Niederungen der nördlichen Schweiz sich ausbreiten, daher dieLager von Dürnten und Utznach mit einer über einen großen Theil derebneren Schweiz verbreiteten Formation in Zusammenhang stehen. Man hat