Zweites Kapitel.
Die Schbildmig der Schweij.
Vorkommen des Salzes. Entstehung der Salzlager. Die Salzlager der Kantone Aargau ,Basel und Waadt . Produktion unserer Salinen. Thiere des SalzgcbirgeS. GeologischeStellung unserer Salzlager. Der Buntsandstcin, Muschelkalk und Keuper. Die Keuxerflorades Kantons Basel . Naturcharakter der Trias. Die Triasbildungen der Alpen . Produkteder Trias.
Die Steinkohlen sind erst seit einem Jahrhundert von großer Bedeu-tung und erst seit der Benutzung des Dampfes zu einem Haupthebel derIndustrie und des Berkehrö geworden; das Salz aber wird seit Jahr-tausenden, ja so weit überhaupt die Kunde menschlicher Kultur zurückreicht,unter den Lebensbedürfnissen des Menschen genannt. Es gehört daher zuden wichtigsten Mineralien. ES tritt in Form von Steinsalz als Gebirgs-art auf und erscheint in großer Verbreitung in alten Bergmassen aller Welt-theile. In Siebenbürgen sind Stunden lang fortziehende Salzberge mit steil-abstürzenden, mehrere 100 Fuß hohen Wänden von reinem Steinsalz; inCardona am Südabhang der Pyrenäen ist ein Steinsalzgebirge, dessen offenda liegende Salzmasse von 80 bis 100 Meter Höhe durch die Einwirkungdes Regenwasscrs so zerrissen und durchfurcht ist, daß sie mit ihren Pyra-miden, Hörnern und Schluchten einem zerklüfteten Gletscher ähnlich sieht,und so groß ist hier der Salzvorrath, daß er für unzerstörbar gilt, obwohlman seit Jahrhunderten ier wird schon 1103 erwähnt) ihn wie in einemSteinbruch ausbeutet. Noch größere Salzmassen sind in den laugen Salz-ketten südlich und nördlich vom Himalaya , wo bei Kallabaugh die Straßeweithin in 100 Fuß hohe Stcinsalzfelsen eingchauen ist, und diese werdennoch übertreffen durch die Salzgebirge, welche den 218 englische Meilenlangen Salzsee von Titicaca in den peruanischen Anden umgeben.
Da das Salz im Wasser sich leicht auflöst, ist es begreiflich, daß allein der Nähe von Salzgcbirgen liegenden Seen salziges Wasser haben. Aberauch das Meer hat bekanntlich salziges Wasser, obwohl die Flüsse ihm fort