Zwölftes Kapitel.
Dir FMrrkchlrii von Ähnlich nnd Vürnten.
Vorkommen und Verbreitung der Scbieferkohlen. Dürnten, Wctzikon, Ntznach, Mörschweil.Die Pflanzen der Scbieferkohlen; die Thiere. Sind gänzlich verschieden von denen derMolassc. Kroße Lücke zwischen der Molasse und der Schieferkohlenzeit; sie wird durch diepliocene Bildung ausgefüllt. Charakter der Naturwelt dieser Formation in England undItalien .
Das beiliegende Bild führt uns in die Gegend von Dürnten, an diesüdliche Grenze deS Kantons Zürich . Im Hintergrund erblicken wir denSpeer und Schäniscrbcrg, den zackigen Mürtschenftock und die Kette derWäggithalergcbirge, hinter welchen die schneebedeckten Glarncralpen hervor-schauen. So stellen sie sich uns jetzt dar und so war es schon znr Zeit derSchiefcrkohlenbildung. Ganz anders verhalt es sich mit dem Thalboden,welcher den Bordcrgrund des Bildes einnimmt. Jetzt breitet sich auf dem-selben ein freundliches Dorf aus; stattliche Baucrnhänscr sind umgeben vonBanmgärtcn und fetten Wiesen und durch das wohl angebaute Gelände, dasuns überall die ordnende und schaffende Hand deS Menschen vor Augen führt,schlangelt sich der kleine Dorfbach. In der Ferne hören wir das Rauschenund Pfeifen der Dampfwagen, welche an den Grenzmarken der Gemeinde inlangem Zuge an uns vorübcreilen. Bon diesem Allem sehen wir nichts aufunserem Bilde. Wir haben die Decke, welche jetzt die Wiesen und grünendenSaaten über diesen Boden gezogen haben, weggehoben und haben die dar-unter liegende Welt, die nun zum Vorschein kommt, neu belebt und in denVordergrund gestellt. TaS Pflanzcnkleid ist nicht von dem jetzigen verschie-den. Es ist unser gemeines Schilfrohr, welches den Lachen um-säumt, und unsere Fohre, die den Vordergrund einnimmt, unsereWeißbirke, welche über die sumpfige Niederung sich verbreitet, eineEiche, die an trockener Stelle zum mächtigen Baume heranwächst, undunsere gemeine Rothtanne, welche an der linken Ecke den Hinter-grund bildet.