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geeignet, während das große Ange ihm das Sehen im dunklen Ge-wässer erleichtern mußte. In der Tracht und den flossenförmigen Füßenan die Delphine erinnernd, ist der Kopf mehr wie bei dem Gavial gebaut.Es sind Hautstückc, Zähne und Knochen einer Art (lobt^osLurus -rt-rvustzuenst.) von Herrn K. Mosch bei Lanffenburg, Etzgen und Schwaderlochentdeckt worden.
Das sind nun alles Thiere, welche ein Weltaltcr charakterisieren, welchesals das der Salzbildnng oder der Trias bezeichnet wird, eine Periode,welche unmittelbar auf die vermische Abtheilung der Steinkohlenperiode folgt.Man kann sie Salzpcriodc nennen, weil das meiste Salz Enropa's zu dieserZeit in die Erde gelegt wurde; nur dürfen wir dabei nicht vergessen, daßdas Meer auch noch in andern Perioden zur Bildung von Salzlagern Ver-anlassung gegeben hat und auch jetzt noch fortwährend gibt. Die meistenGeologen haben daher den Namen Trias vorgezogen, welcher sagen will,daß sie aus drei Gliedern bestehe. Mit dem Muschelkalk stehen nämlichSandsteine und Mergel in naher Verbindung und wurden mit ihm zu-sammen zur Triasformation vereinigt. Unter dem Muschelkalk (welcher beiuns eine Mächtigkeit von 600 bis 700 Fuß hatt, liegt ein meist braun-bis ochcrrother Sandstein, welcher den Namen „bunter Sandstein"erhalten hat. Er tritt am Nordrande deS Jura bei Rheinfcldcn, Seckingenund Waldshnt aus und liefert einen ganz vortrefflichen Baustein. DasMünster und andere öffentliche Gebäude Basels, die aus diesem Materialerbaut wurden, welches den Steinbrüchen zwischen Angst und Rheinfcldcnentnommen wurde, legen dafür Zeugniß ab. Bei Waldshut zeichnet er sichdurch seinen Reichthum an Quarz aus und liefert sehr geschätzte Mühl-steine, die weithin verführt werden. Ueber dem Muschelkalk, der an vielenOrten längs des Jura zu Tage tritt, wo der bunte Sandstein verstecktbleibt, liegen weiche Mergel und harte, meist graugcfärbte Sandsteine,welche das oberste mit dem Namen Keuper* belegte Glied der Triasbilden. Es hat der Keuper im Kanton Basel eine Mächtigkeit von etwa400 Fuß. Bei Hämikcn finden wir in demselben einen großen Steinbruch,welcher harte und geschätzte Bausteine liefert. Sie schließen hier und daPflanzenreste ein, welche uns über die Flora jener Zeit Kunde geben.Besser erhalten als in diesen grobkörnigen Sandsteinen sind die Pflanzenin den Kcupermergeln von Asp bei Pratteln , von der Moderhalde unter-
* Keuper oder Köper wird im Koburgischen ein buntes, kreuzweise gewobenes Zeug unddavon wohl ein dortiges buntfarbiges Gestein, das der Trias angehört, genannt. L. v. Buchhat diese lokale Benennung auf die ganze Formation übertragen.