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Die Zeit der Kreidebildung.
waren, werden der Verbreitung förderlich oder hinderlich gewesen sein. Jezäher eine Art, je mehr sie die Eigenschaft hatte unter verschiedenen äußerenVerhältnissen sich zu erhalten, je vermehrungsfähiger dieselben nnd je längerder Zeitraum, innerhalb dessen sie sich ausbreiten konnte, oder mit anderenWorten, je älter dieselbe, desto größer wird auch in der Regel ihr Verbrci-tungsbezirk geworden sein. Da nun sehr wahrscheinlich nicht alle Arten vonEinem Punkte ausgegangen, ihre Beziehung zu den Lcbensbcdingungen, ihrAlter und ihre Vermehrnngsfähigkeit sich sehr verschieden verhalten, so muß auchzu derselben Zeit und innerhalb desselben Seebeckcns die Mischung der Artenin den verschiedenen Theilen desselben eine gewisse Mannigfaltigkeit zeigen.
Der Mensch kaun über die enge» Zeilgrenzen, welche seine Leiblichkeitihm setzt, hinausgehen und sich als geistiges Wesen denken, welches währendder ganzen Kreidezeit, die vielleicht eine Million Jahre gedauert hat, ausErden gelebt habe. Versetzen wir uns als solches in die Ncocomzeit nndmachen da eine Fahrt längs der Küsten unseres Meeres, so werden wir anden meisten Stellen große Massen von Thierresten finden, welche der Oceanan den Strand geworfen hat. Manche Arten werden uns überall begegnen;überall werden wir sonderbare, in spindelförmige Schwänze endigende Tinten-filche sLelenivitsk- pistiUikormis und latiis), prächtige Nautiken xssuclo-eleALUs und ncoeoini'ensis Fig. 118.) und Ammoniten <so den ruäiutus, sull-ümbriLtus, Ourtervai, ^ktei-ianus und neoeomievkis) und große faltige AusternlOstres mseroptsrs. Fig. 132. und 6ouIoni) finden. Diesem Stock allgemeinverbreiteter Arten sind aber an jeder Stätte einzelne eigenthümliche Formenbeigemengt. An der Stelle, wo die Kalksteine des Sentis und der Kurfürstenabgelagert wurden, werden uns mehrere eigenthümliche Ammoniten (sopulelisllus, OaE'pso und dlsttlisroni) erfreuen; in dem Golfe der Molcson-insel aber ein Heer von Ancvloceras nnd von Hamulincn mit zierlich gewun-denen Schalen und Ammonitiden, die theils in gerade Stäbe verlängert (Ra-cmUtes Renovier! und Ne^-rati), theils in eigenthümlicher Weise zusammen-gelegt sind lkt^ellooeiLs )Ie;'rs,ti, Zlorloti n. a. »I.l. Fahren wir zur westlichenKüste hinüber, so werden wir dort unter den Kopffüßlern fast durchgchendsdieselben Arten wieder finden; daneben werden uns aber auch Havfischc undgroße Meerdrachen begegnen.
Machen wir diese Fahrt zur Zeit der Schrattcnkalkbilduuz, vielleichtum hunderttausend Jahre später, so wird es uns sehr ausfallen, daß dieKopffüßler, welche znr Ncocomzeit durch ihre prächtigen Perlniuttcrfarbcnund ihre äußerst mannigfaltigen Formen ihres viclkammcrigcn Gehäuseseinen Hanptschmnck der Meeresfauna gebildet haben, bis auf einige wenigeReste verschwunden sind; indessen finden wir längs der Küsten hier und da