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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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211
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Die Ammonitiden.

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wie in den Alpen sich finden. Der schöne Hakcn-Ammonit (H. ro-tunclus 8o^v. Fig. 128.) war über das ganze Kreidemeer verbreitet; ähnlichverhält es sich noch mit mehreren Arten (so dem II, attenrmtus 8ow., üs-XU08U8 8o^v. nnd OliLrxentieri Uiet.) und es ist sehr beachtenswerth, daßgerade von dieser Gattung, ähnlich wie bei Nautilus, unser Kreidemeer ver-hältnißmäßig viele Arten mit dem Pariserbccken gemeinsam hat.

Während bei den Hamiten der hakensörmig gekrümmte Theil frei vondem Mittelstück absteht, liegt er bei dem Falten-Ammonit (Ui^clio-ooi-as) fest an dasselbe an, ja ist selbst in eine Vertiefung desselben einge-lassen, nnd so sieht dann die Schale fast aus wie eine Tabakspfeife. Der?t, daultinus?iet. ist dem Gault des Jura und der Alpen gemeinsam, wo-gegen der Ut. kurosinuus Orb. Fig. 127 mit vier weiter» Arten dem Neocomdes alpinen Landes angehört, so daß auch diese Gattung, wie Ancyloceras,die alpine Zone charakterisier und ebenfalls in den meisten Arten mit der Mittel-meerfauna übereinstimmt.

In den Bacnliten ist der Ammonitentvpus zum ganz geraden oderdoch nur schwach gebogenen Stäbe geworden, indem die spiraligen oder huf-eisenförmigen Biegungen hier fehlen. Sie gehören ausschließlich dem Kreide-meere an, mit dem Neocom beginnend sind mit der obern Kreide wiedererlöschend. Fig. 126 stellt nur ein Stück des Lseulites Eauäiül Ulet. dar,dessen Schale in eine feine Spitze endet. Die Art ist an vielen Stellenunserer Alpen «am Sentis, im Taminathal, an der Käsernalp, bei Chcvilleund im Wallis ) wie im Jura (Ste. Croir nnd Perle du Rhone ) gesammeltworden und war auch in Savoien wie anderseits in England zu Hause.Eine ähnliche Verbreitung hatte auch der U. d-wuloläss Llant. sx., währenddie übrigen Arten beschränktere Berbrcitungsbezirke besaßen.

Die Thnrm-Ammonitcn (TurriliteS) sehen aus wie Schnecken, in-dem sie eine thurmförmige, schraubenartig gewundene Schale besitzen; dieHöhlung ist aber durch Scheidewände in Kammern abgetheilt wie bei denAmmoniten und es zeigen uns diese Scheidewände dieselbe Bildung. Siesind die letzte eigenthümliche Umbildung des Ammonitentvpns; denn siebeginnen (mit Ausnahme einiger sonderbaren, eine besondere Gruppe bil-denden Arten) erst mit dem Gault und erlöschen zu Ende der Kreidezeitwieder, daher diese Gattung nur kurze Zeit gedauert hat, und doch hatsie sich in zahlreichen (etwa 50) Arten entfaltet, von denen 18 auch inunserem Meere sich eiugehaust hatten. Die Schalen sind wie bei vielenAmmoniten mit Warzen nnd Kanten geschmückt; die letztem stehen baldin Längs- bald in Querreihen und sind nicht selten mit zierlichenBuckeln besetzt. Die häufigste Art ist der 1. Ler^erl Rr. (Fig. 129.),

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