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Die eocenen Gebilde der Schweiz .
sohlc thürmen sich gewaltige Gedirgsmassen aus, welche nicht weniger durchihre Formen als ihre Höhe uns überraschen. Sie steigen nicht allmähligaus dem Ticslande aus, sondern schwingen sich in kühnen Kalkwänden undjähen Gehängen bis zur Himmelsbläue empor und heben dadurch unsereBlicke von der Tiefe säst Plötzlich zum Himmel auf. Lieblichkeit und Anmuthist zwar diesem Thale versagt, keine freundlichen Borberge und sanften Hügel-ketten vermitteln den Nebcrgang vom Flachlande z»m felsigen Hochgebirge,aber je mehr wir ins Land eindringe», desto mehr überwältigt uns dergroßartige, erhabene Charakter, den diese GebirgSricsc», welche in ge-trennten Pyramiden hinter einander hervortanchen, der ganzen Landschaftausprägen. Bei Schwanden spaltet sich das Hauptthal; es öffnen sich zweilange, alpenreiche Thäler; dem östlichen entströmt der Sernf und heißt da-her Sernfthal, dem westlichen die noch junge Linth, und wird daher Linth-thal, auch wohl das große genannt, während jenes das kleine Thal heißt.Besuchen wir das Großthat, so haben wir bis Linththal eine nur sanftansteigende, mit Wiesen und Feldern bekleidete Thalsohle vor uns undauch bei diesem Dorfe breiten sich noch weithin grüne Wiesengründe auS;erst etwa eine Stunde hinter demselben, erst im Thierfehd, rücken die Berg-kolossen so nahe zusammen, daß die Thalsohle verschwindet und die Linth ur eine enge Felsenschlucht gebannt wird. Die Kalkberge, welche die linkeSeite und den Hintergrund des Thales bekränzen, der mittlere Glärnisch und der Bächistock, wie die Felsenpyramide des Selbsanft und der gewaltigeTödi haben denselben Charakter wie die vorhin geschilderten des Haupt-thales. Ganz anders sieht das halbmondförmig den Freiberg umziehendeKleinthal aus. Schon der Eingang ist ganz verschieden. Die Berge derbeiden Thalseiten sind so nahe gerückt, daß der Serns auf ^ StundenLänge in einer tiefen Schlucht dahinbranst; erst bei Engi weichen die Bergezu beiden Seiten zurück, um einer indessen sehr unebenen und vielen Wechsel-fällen ausgesetzten Tyalsohle Raum zu bieten. Aus derselben (sie liegt etwa800 Fuß über Schwanden) breitet sich die zerstreute, zur KirchgemeindeMatt gehörende Dorffchaft Engi aus. Ringsum haben wir, wie im Hanpt-und im Großthat, hohe Berge, aber von ganz anderem Aussehen. Da habenwir keine so imposanten Felspyramiden, wie sie der vordere Glärnisch undder Selbsanft uns weisen, überhaupt keine so steil aufsteigenden und vonhimmelhohen Felswänden umrahmten Gebirgsmassen; die Berge steigensanfter auf; sie bilden öfter lange Kämme oder sind dock), wo sie zu hohenKegeln und Spitzen sich erheben, nicht so scharsgeschnitten und meist zer-trümmert und zerfallen; sie sind von zahlreichen Rinnen durchzogen, welche anihrem Fuße in tiefe, oft schauerliche Schluchten sich verwandeln, durch welche