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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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251
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Das N u in m u l i t c n g c b i r g.

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anschließt, (ss hat das Rnmmnlitenmcer wahrscheinlich einen ganz ähnliche»schmalen Llreiscn längs des Nordrandes der Aloe» gebildet, wie das Flvsch-»>eer, nnd ebenfalls stellenweise rief in das jetzige Gebiet unseres Alpen -gebirges hineingegriffen, Lo konlmt die Nnmmnlitenbildnng, obwohl mirin schmalen Ltreise», am Titlis, am Iochvaß und der Lnrenen, im Kanton Uri zu beiden Leiten des Lcbäcbenthales vor; im Kanton Glarns bildetsie die Decke der eisbepanzerten Glaridc» nnd des Bifertengrates, »nd selbstdie Lpitze des Lödi scheint ibr anzugehören. Lie nimmt im ststoß- nndKleinthal die höchste» Pässe ein den Kisten <2760 Meter n, M.t und denPanirer- oder Bündnerbcrg-Paß »nd kann bis in's Rheintlial verfolgt wer-den. Wie der flusch tritt auch die Nnmmnlitcnbildiing am Tbnnersce miteinem nördlichen Ltreise» ant, der ganz in der selben Richtung bis in dasRheinthal verlauft nnd das Lcntisgebirg umgibt, Lein beachtnngswerrh ist,daß vom Rhvncnbecken bis znm Vierwaldstätkersee di« Rmnmnlitengestcincdenselben (sharakler baben, dort aber lvom Bürge »stock ant derselbe ändertnnd sich nun bis in's Apvenzellerland gleich bleibt, lss wird dieser, nachLinder, bier bedingt durch die (simnengnng grüner Körner in den Landsteinund durch das Hinzutreten eisenschüssiger, rolber Gesteine, w daß off dnnkel-grünc oder rothe Farben die ganze Bildung beherrschen. In Apvenzell sindindessen dunkelgrüne bis fast schwarze Farben vorherrschend.

Die Rnmmnlilengesteine schließen sich, wie aus dem Vorigen hervor-geht, in ihrer Verbreitung nahe an die des Flvsches a», Ob sie vor oder»ach denselben sich gebildet haden, muß die Art ihrer Lagerung zeigen.Unsere Geologen Ltnder nnd (sicher von der Vnih sind nun darüber einig,daß sie unter dem Flvsch liegen, nnd also älter als dieser sein müssen. Lieberufen sich besonders aus das Vortommniß an der Fähncrn im Kanton Appenzell nnd bei Pberg im Kanton Lchwyz, wo der an Fneoide» reicheFlysch aus dem Nnmmnlitcnkalk unter Verhältnissen ausgelagert ist, die keineUeberstürznng annehmen lassen.

Ruck in Bauern (so im Profil des Grünten"! und anderseits inLavoien «so an den Voirvns) habe» die Lagernngsverbältnisse dasselbeResultat ergeben. An manchen Orte» scheinen indessen die Flvschgcstcineunter der Nnmmnlitenbildnng zu liegen, wie denn auch die Taviglianaz-sandsteine stellenweise tiefer nuten geffinden werden, was wohl zeigt, daßdie Nummulitengesteinc ein Glied in der sehr mächtigen Flvschzone bilde»,welches in der Regel unter, aber zuweilen auch zwischen den Flvschgebildcnliegt. Immerhin sind sie so nahe mit einander verbunden, daß sie sehr wahr-

* Vgl. Gümbel geognosiische Beschreibung des bayerischen Alpengebirqes S. 584.