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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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Die Flora der Molasse.

Fiq. !85. !^qui6ümdur- cui-oplvum 6?. von Ocningcn. o. !). L.'annUa'c Vlnrbcn.

o. Frucht. 6. Same von der Schrvhburg.

hinaufreicht und ein Areal von TO Längen- und 22 Brcitcgradcn einnimmt.Die Mergel der Scbrotzburg (in der Nähe von Oeningcm haben uns alleOrgane dieses Baumes aufbewahrt, die fein gestreifte Rinde, prächtigeBlätter in mannigfachen Formen, die männlichen Blüthenkatzchen und dieFrüchte, letztere sowohl vereinzelt und noch mit dem Haarkranz versehen, alsin kuglichteu Zapfen vereinigt. Auch die Platane steht wie der Amberbaumnicht der orientalischen, sondern der amerikanischen Art idcr Ulatonus ooei--lenislis l^.) am nächsten und ist an den Blättern in der That nicht ;nunterscheiden, wogegen die au der Spitze nicht keulenförmig angeschwollenenFrüchte einen durchgreifenden Unterschied angeben. Bcachtcnswerth ist, daß inder Schlucht der Schrotzburg die Platanenblättcr massenhaft vorkommen, wäh-rend in dem nur eine halbe Stunde entfernten Ocningcn bis jetzt erst ein-zelne Früchte gesunden wurden. Es stand daher sehr wahrscheinlich in derUmgebung der Sckrotzbnrg ein Platancnwald, aus welchem die Früchtedurch den Wind nach Oeningen vertragen wurden.

Tie Lalicineen treten in denselben beiden Gattungen auf wie inder Jctztwclt, während es aber in der jetzigen Flora Mittclcnrvpa's zwölf-mal mehr Weiden als Pappeln gibt, kommen in unserer Tertiärflora diePappeln den Weiden an Artenzahl nahezu gleich. Es fehlen unter denWeiden die Typen, welche jetzt vorherrschend unsere Wcidengcbüsche inBerg und Thal bilden, die Korbweiden (Lsxrere), Schwarzwciden und diePnrpnrweidcn, wie auch alle Alpenweidcn; die meisten gehören, gleich den