Feigenbäume.
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grüne Blatter, welche in ihren Fennen am meisten an indische und ameri-kanische Arten erinnern. Tie drchrunden, meist langen Blattstiele, die amGrund öfter ungleichseitige Blattspreite, die bogcnläufigcn Seitennerven,welche dem Rande öfter parallellaufende Bogen bilden, die Einthcilnng derFelder und llntcrsclter und die kleinen Wärzchen, mit denen diese übersäetsind, die zwei gegenständigen, in spitzem Winkel nach vorn laufenden erstenSeitennerven, die bei manchen fiederneroigcn Blättern vorkommen, sind allesMerkmale, welche das Erkennen dieser Feigenblätter erleichtern. Bon indischenTvpcn unserer Flora bebe ich hervor: die üjipsnrtivutaiir II,-., deren
Blätter fast ganz die Form derjenigen des Götzcnbaumes (!'. i-vligiosa I.,)haben, eines großen weit verzweigten Baumes, der in indischen Dörfernals Schattenbanm dieselbe Rolle spielt, wie bei uns die Linde, die I'icusnrciiisrvis Rossm.. welche der bV om-xillatn ^v. sehr ähnlich sieht und dieb". innltinsi'vis III-., deren Blätter in der Form und in der dichten Stellungder parallelen Seitennerven mit dem indischen Kantschnkbaum (kV elr^ticn, I..)übereinkommen. Die häufigsten und bei nnS am weitesten verbreiteten Artensind indessen amerikanische Typen; nämlich die langblättrige theils lauesolütnII,-., die von der untern bis in die obere Molasse reicht nnd auch in Deutsch land wie Italien vorkommt, nnd die linden b lättrige Feige (bV tili»-fnlin -X. Iti-, welche durch ihre prächtigen, herzförmigen, ungleichseitigenBlätter zu den Zierden der Oeningcr-Flora gehört. In den Brannkvhlcn-mergeln von Elgg ist es der häufigste Baum und seine großen Blätterliegen da massenhaft über einander; er findet sich aber schon in der unternMolasse nnd war über einen großen Theil von Europa verbreitet, vonItalien bis zur Ostsee hinauf. Die zahlreichen Feigenbäume geben unseremtertiären Urwalde ein südliches Gepräge.
Noch zahlreicher als die Feigenbäume waren früher die Laurineen,deren ich 25 Arten auS der Schweiz beschrieben habe. Sie sind um sowichtiger, da sie zu den häufigsten Bäumen gehören, welche offenbar einenHanptbestandtheil der tertiären Waldungen gebildet habe». Die beidenHauptgattnngen sind LanruS und Cinnamomnm. Tie Arten beiderGattungen haben lederartigc, glänzend grüne Blätter, beim eigentlichenLorbeer sind diese fiedernervig, während bei Cinnamomnm vom Mittclncrvwenig oberhalb des Blattgrundcs zwei Seitennerven entspringen, welcheblattspitzwärtS laufen und bald bis zur Spitze, bald nur bis zur Mittedes Blattes hinaufreichen. Das Blatt wird so dreincrvig. Die Blüthendieser Bäume sind klein, beim Lorbeer vier-, bei Einnamvmnm aber drei-gliedrig; die Früchte sind cinsamige, am Grnnd vom Kelch umgebene Beeren.Wir haben von diesen Gattungen nicht nur prächtige Blätter und beblätterte
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