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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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Die Flora der Molasse.

vom vierthciligen Fruchtkclch umgebene Beerenfrüchtc gebildet. Er wurdezuerst in Kelch und Blättern in Oeningen entdeckt, später aber auch amhohen Rhone » zünd zwar liegt hier ein Kelch unmittelbar neben dem Blatte),bei Rothcnthnrm, am AlbiS, bei DclSbcrg und Eriz gefunden, wie er dennauch in Italien (bis Scnegaglia), in Deutschland und Frankreich nachge-wiesen ist und somit einen sehr großen Verbrcitnngsbezirk einnimmt. Vielseltener ist eine zweite Art «11. aucops Ilr.), welche der amerikanischen Dattel-pflaume <D. vir§inio,iur u.) nahe steht, einem Baume, der seiner wohl-schmeckenden Früchte wegen in den vereinigten Staaten angebaut wird.

Die Asclcpiadecn sind ausgezeichnet durch die eigenthümliche Ver-wachsung der Stanbgesäffe und des Stempels und die mit einem Haarscbopfversehenen, von einer Balgkapsel umschlossenen, platte» Samen. Wir habe»in Oeningen solche Samen sammt dem Haarschopf iFig. l82>, dann solcheFrückte und zugleich einer amerikanischen Schwalbenwurz ldcrlonAikntis, dlioll. sp.i sehr ähnliche Blätter lFig. 181) gefunden, daher dieseOrgane sehr wahrscheinlich einer Art angehörten, welche ähnliche schmal-blättrige und wcißblüthige, niedere Büsche gebildet hat. Buschige, dem Ole-ander verwandte Bäume hat dagegen wahrscheinlich das ^xoo)-noxhM,mhelveticulli IIi-. dargestellt, von welchem ein Zweig mit gegenständigenschönen Blättern in Walpkringen Kanton Bern entdeckt wurde. Von derGattung der Eschen haben wir die geflügelten Früchte tFig. 179. ».>und die Fiederblätter «Fig. 179. d.) kennen gelernt und aus unserem Landefünf Arten nachgewiesen, während es in der jetzigen Schöpfung nnr eineeinzige besitzt. Unsere mioeencn Arten weichen aber von dieser ab und habenihre nächsten Verwandten theils in Amerika , theils am Kaukasus.

Die Familie der Winden (der Convolvnlaceen) begegnet uns in dermerkwürdigen indischen Gattung Porana. Es sind dieß große Schling-sträncher, deren zahlreiche Blüthe» in lockern Rispen stehen. Die Kelchesind ausdauernd und umgeben als fünf rauschende, trockenhäntige Blättchendie reife Kapselfrncht. So war es auch bei den fossilen Arten, von denen einesdie u. «nchgensis -V. Lr. Fig. 176) in Oeningen ziemlich häufig war undnnS in den Fruchtkelchen und Früchten bekannt wurde. Sie kletterte wohlwie ihr indischer Vetter «die Uoi-üna voludill« Nun) zum Lanbdacb derBäume empor; ihre trockenen Frnchtkelche konnten voin Winde leicht ver-tragen werden und geriethen so in den Schlamm des Oeningcr-Scc'ö. Aberauch eigentliche Lianen umrankten die Bäume des Ocningcr-Waldes.Fig. 180 stellt die schöne Frucht einer solchen ldcr Ligiionis. NLinaris Ur.>dar und Fig. 180. 6. den mit einem Flügclrande versehenen Samen. Dieholzige Frucht ist fast einen halbe» Fuß lang bei '/r Zoll Breite. Sie hat