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Dir Flora dcr Molasse.
drückt werden, so daß sie nicht mit Unrecht den Namen „des Henkers dcrBäume" erhalten hat. Einen ähnlichen Wuchs besaß wahrscheinlich auch dietertiäre Art, welche eine große Verbreitung gehabt hat.
Während die letztgenannten Gattungen unserer jetzigen Flora ganzfremd sind, ist die der Stechpalmen wenigstens in Einer Art noch inunsern Wäldern zu finden. Unser Molassenland aber hatte 9 Arten, vonwelchen eine lllex Stulleri l.al, .) in ihren stcisledcrigcn, scharf stachelspitziggezahnten Blättern unserer Stechpalme ähnlich sieht, während die übrigenalle an Formen erinnern, wie sie jetzt in den Morästen von Florida , Neu-gcorgien und Earolina getroffen werden. Besonders schön erhalten sind inMeningen und Loele die steif lederartigen, mit seinen Ltachelspitzen besetztenBlätter der Bcrberisblättrigen Stechpalme, welche in der ilex oassino ^it.Earolina's ihren nächsten Vetter hat.
Wie die Frangulaceen haben auch die therebinthenartigcnGewächse eine große geologische Bedeutung und waren in der miocenen Zeitnicht allein in unserem Wcltthcile viel häufiger als jetzt, sondern wahr-scheinlich überhaupt in einer reichern Fülle von Arten ausgeprägt als gegen-wärtig. Namentlich gilt dieß von den Wallnnßbäumen, von welchenich 16 Arten beschrieben habe. Diese Zahl ist indessen wahrscheinlichzu groß. Wir kennen nämlich von manchen Arte» nur die Blätter, vonandern nur die Früchte, und e5 ist noch nicht gelungen, diese überall miteinander zu kombiniren. Es mögen vielleicht etwa vier Arten zusammen-fallen; es bleiben aber immer noch 12 zurück, während Europa keinen ein-zigen einheimischen Nnßbanm besitzt und auch Nordamerika , wo diese Fa-milie jetzt ihr Marimnm hat, nur 10 Arten ausweisen kann. Die Nuß-bäume haben daher in der miocemn Flora eine wichtigere Rolle gespieltals in dcr jetzigen. Zudem treten mehrere Arten sehr häufig auf und warenüber daS ganze Molassenland verbreitet. Es gilt dieß besonders vom spitz -blättrigen Nnßbanm (ckuZlLvs -muminatg. Lr.), welcher in allenStufen unserer Molasse erscheint und auch in Deutschland und Italien nach-gewiesen ist. Sein Verbreitnngsbezirk umfaßt 7 Breiten- und etwa 10 Längen-grade. Er steht unserm aus Persien stammenden Wallnußbaum (ck t^.)am nächsten. Es sind auch ganzrandige, paarweise gestellte Fiedern zu einemansehnlichen gefiederten Blatt vereinigt, das in eine lange Endficder ans-taust. Die männlichen Blüthen stehen in einem ziemlich langen Kätzchen.Die Früchte sind etwas kleiner als bei unserer Wallnnß, haben aber aucheine runzlichte Schale. Freilich sind bis jetzt erst schlecht erhaltene, starkzusammengedrückte Stücke gefunden worden, wogegen von zwei verwandtenArten (der »lu^lans Enockini lE. und LIsiuRsti Hi.) im Kanton Waadt