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Die Flora der Molasse.
Kirschbaum (Dr. elllen--» dlx.), eine andere (U. llanliaröti llr.), die inBerlingen entdeckt wurde, dem Zwetschenbaum, und eine Mandel (^.mvA-6alus xora^sr DnZ.) in Blättern und Frnchtstcinen dem gewöhnlichenMandelbanm. Es sind somit die Urformen des Kirsch-, Zwetschcn- undMandelbaumes schon in unserer Molassenflora vorhanden, wogegen wirsolche für die Avfel- und Birnbäume nicht nachweisen können.
Die Hülsen pflanzen bilden gegenwärtig eine der artenreichstenOrdnungen. Es war dieß schon so zur Tertiärzeit und in unserer Molassen-flora nimmt sie mit 131 Arten die erste Stelle ein. Bon manchen Artenkennen wir allerdings nur die Blätter, von 2l aber auch die charakte-ristischen Hülsenfrüchte.
Unsere Hülsenpflanzen vertheilen sich auf zwei Familien, die Schmet-tcrlingsblüthler und die Sinnpflanzcn (Mimoseen). Die Letzten,fehlen jetzt in Europa , erscheinen aber in zahlreichen Arten in der tropischenund subtropischen Zone. Es sind meist Bäume und Siräncher, welche durchihre fein und mehrfach gefiederte» Blätter sich auszeichnen und zu den zier-lichsten Formen des GewächSrcicheS gehören. Die beiden Hauptgattungen sinddie Acazien »nd die Mimosen, welche früher auch in unserem Landezu Hause waren. Bon letzter» haben wir freilich erst eine Frucht aus denFindlingen von St. Gallen , deren Deutung noch nicht ganz gesichert ist,von Acazien dagegen haben wir zahlreiche Blättchen und schön erhalteneHülsen vor uns. Eine Art (rVcaeio pai-cchluAisna UnA.) hat doppelt ge-fiederte niedliche Blätter »nd lange Hülsenfrüchte besessen und hatte wahr-scheinlich eine ähnliche Tracht Wie die .-Vc-rcM loxlrrmts. VV. und äenlbataI.ilch. Es ist dieß die häufigste Pflanze in den Findlingen St. Gallens,wo die Früchte neben den Blättern liegen; findet sich aber auch in derUmgebung von Lausanne . Der Strauch mit dem fein gefiederten Laub imBordergrnnd des Bildes „Lausanne zur mioccncn Zeit" stellt dieselbe dar.Da sie bis nach Mittclitalien (Senegaglia), wie anderseits bis in die Au-vergne (Mcnat) und nach Osten bis Tokav in Ungarn verfolgt werde»kann, muß sie einen sehr großen Berbrcitnngsbczirk gehabt haben. Einezweite weit verbreitete Art ist die ^.c-oeio NotrllMna welche größere
Blattfiedcrn, aber kleinere Hülsen besaß, während eine dritte O. mwi-o-pb)-lM DnZ) nur an wenigen Stellen gefunden wurde, und zehn weitereArten bis jetzt unserer Molassenflora allein angehören.
Unsere mioeenen Schmettert in gsblüthlcr können wir in fünfGruppen bringen, die Lotecn, Phaseoleen, Dalbergiccn, die Sophoreen undEaesalpinien. Die letzter» vier Gruppen sind der jetzige» Schweizerflora fremd,wogegen die Lotecn in zahlreichen Arten über unser Land, wie überhaupt die