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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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Insekten.

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fördern. Während die Einen über den Waldesboden ihre Thätigkeit ver-breiteten, kletterten andere zu den Wipfeln der Bäume auf, um von den »dort angesiedelten Blattlanskoloniecn den Honig zu beziehen; aber auchBlatt- und Rüsselkäfer wohnten dort oben und große Cicadcn bargen sichim dichten Lanbdach und erfüllten die Luft mit ihrem eintönigen Gezwitscher.

So zeigen uns die nur zufällig in den See verschlagenen Insekten ein reiches,mannigfaltiges Waldleben, und könnten wir uns leibhaftig in dasselbe ver-setzen, so würde sich vor unsern Augen ein wunderbar buntes Treiben dieserzwar kleinen aber doch so inannigfach gearteten Thierwelt entfalten.

Verlassen wir den Wald und suchen die Wicscngründe auf, so werdenuns auf ihren Kräutern und Blumen ganz ähnliche Insekten begegnen, wiewir sie jetzt auf unsern Waldwiesen finden. Wir sehen da zahlreiche Blatt-und Rüsselkäfer, gefleckte und goldfarbige Lamellicornen (Trichins-Arten),metallglänzendc Schildwanzen, buntfarbige Fliegen lSyrphns), Hummelund Bienen, welche den Blnmcnhonig trinken; aber auch die Raubkäfcrfehlten nicht (so namentlich die Telephorns- und Malachins-Artcn), welchediesen friedlichen Nektartrinkern aus den Blumen aufpassen und sich ihrerzu bemächtigen suchen.

Gehen wir an den See und wagen uns in das Röhricht und in denBinsenwald hinein, so werden wir dort die Jnsektenformen unserer Gestadefinden; goldene Chrvsomelcn lOtii-vsom. Lalami) sonnen sich auf den Blätterndes Schilfes, grüne Donaeicn sitzen in den Blüthen der Binsen und be-hende Lirus-Arten klettern auf den Wasserdoldcn herum; um das Röhrichtaber flattern zahlreiche, zum Theil mit bunten Farben geschmückte Wasser-jungfern. Im Wasser selbst ist reiches Leben. Ueberaus zahlreich sind dieWasserkäfer, namentlich die Dvtiscen und Hydrophilen, welche auch durchihre Größe sich auszeichnen. Es haben die 30 Arten, die wir von Oeningenkennen, ohne Zweifel unter der Fischbrut große Verheerungen angerichtet.Besonders gefräßige Raubthiere sind die Dvtiscen, die in zwei sehr an-sehnlichen Arte» lIHtiscus I^avsteri und 0)distsr ^gLssisi Ilr.l auftreten.Nehmen wir dazu die glänzenden Drchkäfcrchcn (Dincntusl, welche ohneZweifel gleich ihren lebenden Vettern in muntern Gesellschaften aus derOberfläche des Wassers herumtanzten, die zahlreichen Larven der Libellenund Fcdcrmücken, die Wasserskorpione und riesenhaften Wasserwanzen, sowerden wir zugeben müssen, daß der Oeningersee mit mannigfaltigem Lebenerfüllt war.

Die meisten Wasscrinsckten waren Ranbthicre, welche von jungen Fischen,von Schnecken und Gliederthieren sich ernährten. Auch die Landfauna zähltziemlich viele Arten, welche auf andere Insekten Jagd machte», doch waren