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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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367
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Netzflügler.

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als flügellose Larven. Eine Art fOollipoäa Ksrmarl Ilo.) hat die Größe undForm der Wanderheuschrecke und dunkelgefleckre Flügeldecken, ist aber starkzerdrückt, daher ich statt derselben eine verwandte Art von Radoboj (Oeül-xoel-e HaiäinAeri Hr.), welche den am besten erhaltenenHenstöffel" derBorwclt darstellt, in Figur 223 abgebildet habe. Viel kleiner ist die Os-li-poclrr lAscllori Ilr. (Fig. 22ll) von Meningen.

Unter den Gryllen erblicken wir eine lange, schmale Werre (Orz-IIo-talp-r striota Ilr.) und ein auffallend kleines Heimchen (OrzIIus trvAloä)'teKIlr. Fig. 225), wie solche jetzt nur in außereuropäischen Ländern vorkommen.Die Ohrwürmer dagegen stehen den jetzt bei uns lebenden Arten, diefreilich eine sehr große Bcrbreitung haben, nahe. Eine Art «die leorlloulureeto. Ilr. Fig. 226) ist mit dem Ringbeinvhrwnrm snnulipes I-uo.) zuvergleichen, eine zweite Art fie. xriim'Aknia Ilr. Fig. 227), von der abernur die Zangen erhalten sind, mit unserem gemeinen Ohrwurm, der inMadeira eben so häufig ist wie bei uns, eine dritte aber s^. minuta Ilr.)mit dem kleinen Ohrwurm sie. minor i,.), den wir an Svmmerabendenhäufig in der Luft fliegend antreffen.

In der Oekonomie der Natur spielen die Blasenfüße eine wichtigeRolle, indem die einen in großen Massen in Blumen leben und durch Ueber-tragnng des Blumenstandes auf die Narbe die Befruchtung fördern, währendandere zu Millionen auf die Blätter sich setzen und ihren Saft saugend siezu Grunde richten. Letztere sind unter dem Namen derrothen Spinne" sehrgcfürchtete, obwohl äußerst kleine Thierchen. So zart gebaut sie auch sind,sind dock zwei Arten von Oeningen in trefflicher Erhaltung auf uns gekommensilNrips coniiiAeiisis und l'll. Lnnosa. Ilr. Fig. 233) und lagen uns, daßschon in jener Zeit den Pflanzen diese kleinen Blasenfüße zugetheilt waren.

2. Gitter- oder Netzflügler (Neuropteren).

Sie zerfallen in zwei Abtheilungen, in Thiere mit unvollkommener undsolche mit vollkommener Lerwandlnng. Die letztem, mit ruhendem Puppen-stand, bilden die Nenroptercn im engern Wortsinne; die erstem mit Puppen,die umherlaufen und Nahrung zu sich nehmen, schließen sich nahe an dieOrthopteren an und bilden den Ucbergang zu denselben. Sie enthaltendie Hauptmasse der fossilen Neurvptcren. Die 25 Arten, welche wir ausunserer Fauna kennen, vertheilen sich auf die Familien der Termiten,Libellen und Eintagsfliegen.

Bon den vier Termiten stellen zwei Arten llormos sxeet-rllilis undinsiZnis Hr.) eigenthümliche ausgestorbenc Formen dar, welche an Größe diein der heißen Zone so gesürchteten weißen Ameisen fdcn lei-mes tlltalis I-.)