Schwarzkäfcr. Prachtkäfer. 377
prrvusts, Südeuropa's und hatte wohl auch in Bienenuesteru ihren Wohn-sitz aufgeschlagen.
Die Schwarzkäfer (Melanosvmata) sind sehr selten und dadurchunterscheidet sich die miocene Käfcrfanua wesentlich von derjenigen derMittelmecrläudcr, welche einen großen Reichthum an Thieren dieser Zunstbesitzt. Von den Pimelien, von den Erodius, Scaurus- und Blaps-Arten,welche dort so häufig sind, ist bis jetzt keine Spur gefunden worden, wohlaber einige llpis-Arten, welche an südamcrikanische Formen erinnern undeine erloschene Gattung (Hgsuopsis drevioorms Ilr. Fig. 257), welche inder Tracht mit der unter Baumrinden lebenden Tagenia übereinkommt, aberdurch die verdickten drei letzten Fühlerglieder sich auszeichnet. Nur sehr spar-sam sind die Tercdiles vertrete». Ein Clerus (0!. ^lloois Ilr.) steht inder Mitte zwischen dem 01. inutillarius und kormiesrins 0/., schönsarbigenRaubthicrcn, welche den Larven der Holzinsekten nachgehen und sie in ihre»Höhlen aussuchen; ein Hylecoetus (8. o^linäricus 8r.) ähnelt dem 8.clsrniestoiciss 8. sx., welcher in Laub- und Nadelholz haust.
Viel häufiger sind die Weich leib er (Malacodermes); ein Leucht-käserchen (8sm^vris orolluoa 8r.) entspricht ganz unserm Johannis-würmchen und hat ohne Zweifel in den miocenen Sommernächten seinmildes Licht verbreitet, wie sein Vetter in der Jetztwelt; die Warzen-käser und Malach in s-Arten begegnen uns in zahlreichen und gar zier-lichen Formen, welche trotz ihres zarten Baues doch vortrefflich erhaltenund wie aus den Stein gemalt sind, wie ein Blick auf Fig. 256 uns zeigenwird. Es ist das ganze zarte Thierchen erhalten und an den Beinen istnoch die helle Farbe der Schienen und der Ban und die Gliederung deöFußes (Fig. 256. 6. e. ä.) zu erkennen. Es haben dieselben ohne Zweifeldie Blumen besucht und wie ihre lebenden Gattungsgcnossen dort auf nochkleinere Thierchen Jagd gemacht.
Welche hervorragende Rolle in der miocenen Jnsektensauna dieSter-noren und unter diesen wieder voraus die Prachtkäfer (die Bupre-stiden) spielen, haben wir schon früher erwähnt. Von den 67 Arten Oenin-gcns kommen 40 auf die Pracht- und 27 aus die Schn ell-Käfer,denen wir noch 5 weitere Arten aus unserer Molasse beizufügen haben.Sie vertheilen sich auf 13 Gattungen, von denen zwei (Fußlinia undProtogenia) erloschen sind. Am häufigsten sind die Gattungen Capnodis,Chalcophora und Ancylochira. Zwei Capnodis-Arten (0. sutiliuL 8r.Fig 260 und spsotabitis 8r. Fig. 261) ähneln sehr der 0. carioss. 8ll.II.und zwar nicht nur in Form und Größe, sondern auch in ihrer Skulpturund Färbung, welche wohl erhalten sind. Man sieht ganz deutlich die zwei