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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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Die Thierwelt der Molassc.

Wie die Austern sind anch die Pectinaeeen uralte Thiertvpcn,welche durch alle Weltalter das Meer bevölkerten und innerhalb eines engenFormenkreises in einem unerschöpflichen Reichthum von Arten ausgeprägtwurden. In unserer Molasse treten sie unS in den Feilen- und Kamm-Muscheln entgegen. Die erster», die in unsern ältern Meeren häufig waren(siehe S. -14, 74 und 137) sind allerdings am Erlöschen, indem mir vierArten noch in unserer Molasse sich finden, von denen zwei (I.!ma intl-ttaD. sp. und k-guamosa 7,!1IN.) sich bis in die jetzige Schöpfung erhaltenhaben; die Kamm-Muscheln dagegen, welche eben so früh beginnen,haben durch alle Zeiten bis in die jetzige Schöpfung hinab sich in einemgroßen Artenreichthum entfaltet. Unser Molassenmecr beherbergte 14 Arten,von welchen mehrere (so keotcm lmi'äigalensis l.am., I>. O^xris Orl>.,pnlmatus I^NIN., u. pusio 1^. 8P., k. seabrollus 1^. und k. Solarium I,am.)häufig sind. 11 Arten sind erloschen, 3 aber noch in den jetzigen europäischenMeeren zu treffen.

Viel wcniger artenreich sind die Perlmuscheln, die in einigen er-loschenen Arten von Avienla, Perna und Pinna auftreten und die Mies-muscheln (Mvtiliden), von welchen die dünnschaligen Modi ölen, diein vier Arten erscheinen, wahrscheinlich in großen Tiefen gelebt haben.

Noch artenreicher als die Abtheilung der Einmuskler ist die der Zwei -muskler, welche nach der Bildung ihres Mantels zunächst wieder in zweigroße Gruppen abgetheilt werden, in die Ganzmantler (mit ganzrandi-gem Manteleindruck) und in die Buchtmantler (mit einem ausgcbuch-tctcn Mantel). Erstere bewohnten in 9 Familien unser Molassenmecr. DieAr chcnm lisch ein begegnen und mit 4 Arten in den fast kreisrundenKämmchen Muscheln, von denen zwei (Uoctunoulus msulu-icus undxilosus) gemein sind, und in 9 Arten Arca mit regelmäßigen, kahnför-migen Schalen. Eine derselbe^ (^. nlvea) erscheint schon im Obercocenund wird jetzt noch lebend im rothen Meer getroffen; dazu kommen nochzwei weitere Arten (^. laotea 1.. und barbata I..), welche bis auf unsereZeit erhalten wurden. Tie Earditen, welche durch ihre dicken, von starke»Längsrippen durchzogenen Schalen sich auszeichnen, gehören anch zu denschon in der Frühzeit unseres Planeten beginnenden Thieren. 11 Arten be-völkerten aber noch das Molassenmecr, von denen eine (Larllita oalzou-lata I..) jetzt noch in Europa und in Scnegambien getroffen wird, währendeine andere Art (6. antiguata I..) jetzt auf das Mittelmeer beschränkt istund 9 weitere schon zur mioccnen ansstarbcn. Die Familie der 2»-cinen weist nnS die Gattungen Diplodonta und Lncina (erstere in zweinock lebenden, letztere in 12 Arten), die der Nüßchenmuscheln die