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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
Entstehung
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440
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Die Thierwclt der Malusse.

Zeit fortgepflanzt und immer diese Gegenden bewohnt hat. Die Annahme,daß der Pfahl- oder SchiffSwnrm and Indien stamme »nd nach Europa verschleppt worden sei, ist daher unbegründet. Die Nöhrcn-B ohr-mnscheln treten nnS in vier Clava gellen und Gastrochacnen ent-gegen, welche in verschiedenen Unterlagen sich eingebohrt haben. Noch zahl-reicher sind die Messerschci de n, welche von ihre» langen, schmalen undan beiden Enden klaffenden Schalen ihre» Namen erhalten haben. Sieweisen und in mehreren Gattungen (Solen, Psammosolen, Ensis und Polia)großenthcils »och in Europa lebende Arten, welche sich im Sande der Küste23 Fuß tiefe, senkrechte Rohren grabe». - Die Lithophagen habenSteine angebohrt und eine Art (Uotricola. UriwpkLgu Rot?.) findet sich nichtselten im Innern der Kalkgcröllc. Ed bezeichnen alle diese Thiere den Stranddcü Meeres und die Löcher, welche sie in die Felsen gebohrt und die Röhren,welche durch die Ausfüllmassen ihrer ehemaligen Wohnungen entstanden sind,lassen und, auch wo das Thier selbst gänzlich verschwunden ist, uralte Userund die Höhe des Wasserstandes ermitteln.

Die Wcichthiere bilden die Hauptmasse der Versteinerungen unsererMceresmolasse. Die Polhthalamien, welche anderwärts in gleichzeitigenBildungen (so im Wienerbecken) massenhaft auftreten, sind noch nicht unter-sucht. Von Corallcu sind erst wenige Arten gefunden worden »nd siebildeten keine Nisse. Es sind Cellcpvre», welche riudenartige Ueberzügcüber Muscheln und Steine bilden (so die 0. xunricos-r Usw. in Corban)und rnndzellige Tausendwirbler (dlilleporu truuorrtu Uuw.).

Die Seeigel, welche noch in unserem Nummulitenmcere häufigware», sind selten geworden. Es sind ein halb Dutzend Arten bekannt,welche zwar dnrchgchends erloschen sind, aber noch jetzt lebenden Gattungenangehören. Zwei Arten (Dsüiuiuoolu'uuL iniraliilis IUo. s;>. und ÜputuirAu-ioeelMtus I>e.-ck.) wurden in Lachanrdefonds, zwei (Urissopsls xwoleti He»,und Loliiuolumpus seutit'oriuiü I)um.) bei VcrricreS im Kanton Neuchätel,eine (Leutolla) bei Kilwaugen und eine (Uolriirocrrräiuin Uoilroi Uos.) beiSt. Gallen entdeckt. - Daß auch Seesterne damals an dem Meerbvdeuklebte», zeigen die mit solchen bedeckten Sandsteinplattcn, welche bei Neide»gesunden worden sind.

Auffallend ist die Armuth an Krnstenthieren. ES sind bis jetzt erstRankenfüßer (Balanen) nachgewiesen, welche ohne Zweifel an den Strand-fellen sich angesiedelt hatten. Eine Art, welche mit dem gemeinen europäischenBalanuS (dem u. 1iuti»ul>ulunl I-. sp.) übereinkommt, ist in der marinen Mo-lasse häufig, so im Steinbruch der Stockeren am Fuß des BautigerhubelS beiBern und bei St. Gallen ; kleinere Arten wurden am Belpberg , am Jini