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Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
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450
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450 Schilderung einiger miocencr Lokalitäten.

geschrieben hat, oder lange Gänge, welche an die Zährten von Meerthicrenerinnern. Cylindrische Körper, welche in Bach an einigen Stellen massenhaftin dem Sandstein stecken, sind wahrscheinlich die Ausfüllmasien von Muschel-wohnittigcn und Wurmsteine, die Werke von Meerwiirmern. Wir habendaher hier überall Strandbildungen vor uns, in deren Sand die Thiere undder Wellenschlag des Meeres sich cingegraben und so ihr Werk verewigthaben.

4. Locle.

Die weißen Snßwasicrkalke von Locle führen n»ö ei» Glied der jünger»mioccncn Flora vor, aus einer Zeit, wo das Meer aus diesen Landen ver-schwunden war. Sie wurden zur Zeit der Ocninger-Stufe im Grunde desSee's abgelagert, der damals über jene Gegend verbreitet war. Die zahl-losen Schalen kleiner M nschelkrebse (Ovxn-is Ulla Fig. 205), die Tcicb -muschei n l^noäunio. Ils^iii die Ucbcrreste von Wasserkäfern iOv-

tisous Xicoloti) und von Laichkräutern und 0baren verkünden uns diesenSee, die Blätter der Rohrkolben zTvpha) und des Schilfrohres sagen unsaber, daß er ein sumpfiges mit Röhricht bekleidetes Ufer besessen hat. DieFächerpalmc <8-0>al AisZIsri) und ein großer Schasthalm hatten sich wahr-scheinlich anck im Sumpf angesiedelt. Die Pflanzenwelt, die diesen umgab,muß sehr formcurcich gewesen sein, denn es schließt der Kalk die Uebcr-rcste von 140 Arten ein, von denen 104 Bäumen und Sträuchern ange-hört haben. Der häufigste Baum ist ein Lorbeer (Uaurus xrinosxs), da-her ein Lorbcerwald diese Landschaft geschmückt haben muß. Aber auch eineAndromeda <A. xrotvA«») und ein kleinblättriger Ahorn (rVosr äo-oixikiis) waren häufig. Die Amberbäume, die Pappeln und Weiden, die inlO Arten auftreten, bekränzten wahrscheinlich das Flußuscr, während dieschmalblättrigen Proteaceen, die immergrünen Eichen und zahlreichen Hülscn-pflanzen wohl die trockenen Hügel bekleidet haben. Zu den Eigenthümlich-keiten dieser Flora gehört das starke Hervortreten der Proteaceen (in 9 Arten»und der Sasiaparillarten, welche legiern ohne Zweifel als stachlige Schling-pflanzen an den Gebüschen und Bäumen emporrankten und sie mit herz-blättrigcn Guirlanden umzogen.

5. Die Molassc des Kantons Zürich .

Albis. Horgeu. Elgg . Bcltheim. Irchel.

Aus der ganzen Wcstschweiz kennen wir aus der Oeninger-Zeit nurdie Flora von Locle und eine Zahl von Bäumen »besonders Pappeln und