Buch 
Die Urwelt der Schweiz / von Oswald Heer
Entstehung
Seite
463
JPEG-Download
 

Oeningen.

-163

Um den Stamm sich Reben wanden,Die jetzt weithin duftend blühn,

Und mit lieblichen GuirlandenDas Gezweig des Baums umzieh».

Da ist tausendfältig LebenBis die Sonne niedersinkt.

Bienen um die Blüthen schwebenUnd der Hummel Nektar trinkt.Falter sich in Lüften wiegen,Spiegeln sich im Sonnenglanz,Summend Mücken sie durchstiegenIn gar munterm Reigentanz.

Auf den grün belaubte» RestenWie am abgedorrten Stock,

Sch'n wir prächtige BnprcstenUnd den langgehörntcu Bock.

Gleich den köstlichsten JuwelenGlänzen auf dem grünen LaubWunderschöne ChrvsomelcnReich geschmückt mit goldnem Staub.

In dem Rasen zirpen Grollen,

Die Made singt im Hain ,

Heimchen ihre Lieder schrillen,

An dem sonn'gen, trocknen Rain!Diese kleinen MusikantenSpiele» aus an Sceeö StrandRufen fröhlich den Verwandte»,Durch das menschenlose Land.

Sehn wir daher durch das Fenster,In das alte Schattenreich,

Sehen wir da statt Gespenster,Wesen, die den jetz'gen gleich;

Sehen nicht des Pluto Schrecken,Sphinre und Harpven Brüt,

Nicht Chimären Flammen lecken,

In der Hölle Feuer Glut,