Die Gletscherzcit.
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haben alle Arten, welche dem Ticflande fehlen, aus Skandinavien erhalten.Ein paar Arten bleiben dvrt zurück sliubus clmmsemorus und itanuuoulusickvslis), die meisten aber reichen weiter nach Süden und erscheinen auchauf unsern Hochgebirgen wieder. Dieselbe Erscheinung haben wir auch inNordamerika und in Asien . Auf dem Felsengcbirg und selbst auf den Bergenvon Nordkarolina treten solche Pflanzen der nordischen Flora auf; ebensoam Altai * und einige noch in den so weit südlich gelegenen Himalaya .Es sind dies grvßentheils Arten, die auch in unseren Alpen sich eingefundcnhaben, so daß diese eine Zahl von Pflanzen mit den amerikanischen undasiatischen Gebirgen gemeinsam haben, welche vom Norden, als der gemein-samen Quelle, ausgegangen sind. Dies macht es sehr wahrscheinlich, daßzur Gletscherzcit die skandinavische Flora über einen großen Theil vonDeutschland verbreitet war und auch in unsern Gegenden sich einfand. Danur der große Gletscher der östlichen Schweiz sder Rheinglctschcr) nachDeutschland hinaus reichte, wahrend die übrigen durch den Jurazug begrenztwurden, war hier der Einwanderung der nordischen Flora ein größererSpielraum gestattet und daraus dürfte sich die so auffallende Erscheinungerklären, daß die Ostschweiz, namentlich Bündtcn, eine Zahlvon seltenen Pflanzen und Thieren** mit dem hohen Nor-den gemeinsam hat, welche der ganzen übrigen Schweiz fehlen. Dies macht eS sehr wahrscheinlich, daß ein beträchtlicher Theilunserer Alpenflora aus dem Norden stammt und zur Gletscherzeit in unsereGegenden gekommen ist. In unsern Alpen fanden sie später, als das Klimawärmer und trockener geworden, eine geeignete Stätte zu ihrer Entwicklungund haben sich hier, wie im hohen Norden, bis auf unsere Tage erhalten,während sie aus den Niederungen bis auf jene früher erwähnten Kolonicenverschwunden sind und in dem ganzen weiten Gebiet, das zwischen denAlpen und Skandinavien liegt, jetzt grvßentheils fehlen.
Zu ähnlichen Resultaten führt uns auch die Thierwelt der dilu-vialen Zeit, auf die wir noch einen Blick zu werfen haben. Es sind indiluvialen Ablagerungen Schnecken und Säugethiere gesunden worden.
* In Ledebours I'Ioru sttLiCL finden wir 80 phanerogame Schweizer-Alvcnpflanzcii,von welchen 5t in der arctischen und lappländischen Flora zu Hause find. Die Flora vonAjan in Nordoflfibirien. am ochotischen Meere enthält 62 Schweizer -Alpenpflanzen, worunter45 aretisch-lappländische Arten. — Lappland hat mit der Schwcizer-Gcbirgc-flora 115 Blüthcn-Pflanzen gemein.
** ('arex VaMH, Ouneus enstnnous, .7. stv^ius, Drlentalis kuropsm, Dturlictrurnnlpinuin — I-eioeliitn» arctieum, OzminNis nngularis, ^ttLlus LürcliLLLN I,.Itiston lazi^onariug LoisN., Llielouiu (juousolii.