Buch 
Ueber die Chursächsische Bergwerksverfassung : Ein Beytrag zur Statistik von Sachsen
Entstehung
Seite
LXI
JPEG-Download
 

ner alten Handschrift her vom Jahr 1477. bis zuden Zeiten des Churfürsten Johann des Standhaf-ten ergangenen sächsischen Bergwerköverordnun-gen, *) welche außer vielen andern sehr merkwürdi-gen Bergwerks-Urkunden, auch eine Abschrift deroft erwähnten beyden Sächsischen Aufsähe enthält,wird im >9. Art. des Bergrechtsyn vnser HerrenLande,, nicht dem Bergmeister, wie in den meistenHandschriften^ sondern dem Bürgermeister aufge-tragen, mit den Bürgern das Erbe zu bereiten.Könnte nicht vielleicht dieses Bergrechtyn vnserHerren Lande,, von einem Bürgermeister zu Frey-berg aufgesehc worden seyn? Noch ein Umstandunterstützt diese Hypothese. Schon Churfürst Ernstund Herzog Albrecht, befahlen dem Rath zu Frey-berg, Dienstag nach Exaudi 1478- sein BergrechtS-buch einzureichen. Zwey Tage darauf, Donners-tags nach Eraudi, erforderten der Churfürst undHerzog über das Tags vorher, Mittwochs, einge-sendete Rechtöbuch einige Erläuterungen, wozu derRaths Deputirte nach Dreßden schicken sollte. **)Es mußte also im Raths- Archiv eine Handsichristschon vorhanden seyn, welche auf dem erhaltenenB efehl sofort übergeben wurde, und wahrscheinlich

war

*) Bergwerks - Verschreibungen auf dem Schnee-berg und an den Enden dort herum vom Jahr1487. bis zu den Zeiten des Churfürsten Johann-sen ck. L^prlsiu Lalslo^us ölbiiotk. 6okksn. p. 80

N0. 212, , , , >

Urkunde in Alotzschens Ursprung der Bergwerkein Sachsen, Chemnitz, 1764. S. 278.