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Das Roheisen wird aus den Eisenerzen dargestellt, die sehrhäufig in der Erdrinde und an deren Oberfläche vorkommen.Man kann jedoch nur die oxydirten, d. h. solche, bei denendas Eisen mit Sauerstoff verbunden ist, benutzen. Es gehörendahin: s) der Magneteisenstein, der aus Eisenoxydul be-steht , 80 bis 90 Prozent Roheisen enthält, der reichste Eisen-stein ist und hauptsächlich in Schweden, Norwegen, dem Ural,auch in Nordamerika vorkommt. Aus diesem Erz wird, na-mentlich in den erstgenannten Ländern, das beste Stabeisen derErde dargestellt, welches das Material znr Stahlfabrikation inEngland bildet. — Ii) Der Eisenglanz und die verschiedenenArten von Roth eisen stein, sämmtlich aus Eisenoxyd be-stehend und letzterer mehr oder weniger mit Erden vermengt.—e) Die Braun-, Schwarz- und Gclbeisensteine, soso wie auch die Rasen-, Wiesen-, Morast- oder Sumpf-Erze, in denen sämmtlich die Oxyde mit Wasser verbundensind.— <I) Der Spath eisen st ein, kohlensaures Eiseuoxydul,zu welchem auch der thonige Sphärosidcrit oder Thon-eisenstein und der Kohleneisenstein gehören. Der Spath-eiscnstein ist für Deutschland das wichtigste Material zur Stahl-erzeugung, indem in Steiermark, Kärnthcn, Siegen, Schmalkaldenu. a. m. a. O. das sog. Nohstahlcisen daraus gewonnen wird,seinerseits das Material zur Roh- oder Schmelz- und zur Pud-delstahl-Fabrikation. Der Thon- und der Kohleneisenstein liefernin Europa, namentlich in England, Schottland und an der Ruhrin Westphalen, den bedeutendsten Theil der Rohcisen-Production.
Die Verwandlung der Erze in Roheisen erfolgt in Hoh-öfen, die im Innern die Gestalt zweier, mit ihren Basen ver-bundenen abgestumpften Kegel haben. Sie werden von oben mitabwechselnden Schichten von Kohlen und Erzen gefüllt, wah-rend in dem untern Raum, unter Zuführung von Gebläseluft,der Schmelzprozeß stattfindet. Das Product des Hohvfcnprozcs-ses ist das Roheisen, eine chemische Verbindung von reinem Eisenmit Kohlenstoff, von dem es im Augenblick des Schmelzens einenTheil aufnimmt. — Blanöfen sind Hohöfen mit geschlossener