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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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glashart, entweder weil er Glas ritzt oder weil er sprödewie Glas ist. Man erkennt diesen Zustand sogleich, wenn manmit einer Feile über den Stahl stricht, an dem kreischendenTon, und daran, daß die Feile durchaus nichts wegnimmt, eherselbst abgestumpft wird. Ein anderes Erkennungsmittel desgehärteten Stahls giebt, wo sie bei sehr dünnen Sachen zulässigist, die Probe des Biegens ab, wobei sogleich der Bruch erfolgt.Durch stufenweises Erhitzen, das Anlassen oder Nachlas-sen, nimmt die Härte und Sprödigkeit des glasharten Stahlswieder allmählig ab, und bis znm Glühen erhitzt, dann aberlangsam erkaltet, wird derselbe wieder so weich, als er vor derHärtung war. Man hat es dadurch in seiner Gewalt, den auSStahl verfertigten Gegenständen jeden beliebigen Grad derHärte, welcher zwischen der natürlichen Weichheit und der Glas-härte liegt, zu geben.

DaS specifische Gewicht des Stahls liegt zwischen 7,4 und8,1 und kann durchschnittlich zu 7,7 angenommen werden.1 Rhein. Kubikfuß wiegt daher 522 Pfund und 1 Kubikzoll9,66 Loth. Durch das Härten wird das specifische Gewichtetwas vermindert, ein Beweis, daß der gehärtete Stahl einennoch größer» Raum einnimmt, als ihm vor dem Härten eigenwar. An absoluter Festigkeit und an Elasticität übertrifft derStahl das Stabeisen bedeutend; für einen Querschnitt von einemQuadratzoll beträgt die Festigkeit geschmiedeter und gewalzterStäbe 56,000 bis 137,000 Pfd., bei hartgezogcnem Stahldraht105,000 bis 146,000 Pfd., ausgeglüht 74,000 bis 76,000 Pfd.Gehärteter Stahl ist weit weniger fest. Der Bruch desStahls ist stets körnig, aber dichter, gleichartiger als der desStabeisens, so daß man keine bestimmte Form eines einzelnenKornS zu unterscheiden vermag; er wird zwar durch Schmieden,Walzen, Ziehen rc. sehr verfeinert, geht aber niemals in dasSehnige über. Zu oftmaliges und starkes Glühen macht dasKorn grob und den Stahl mürb und man nennt ihn dann über-hitzt oder (unrichtig) verbrannt. Gehärtet hat derselbeStahl ein feineres Korn, als ungehärtet; nur wenn er beim Här-