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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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28
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Sägeplatten n. dgl. sehr gnt anwendbar ist. Der abspringendeTheil, welcher des Stahls beträgt, wird Edelstahl genannt,und ist das Hauptmaterial der schönen Stahlwaaren der Graf-schaft Mark.

Aus einigen Nohstahlhütten ist eS eingeführt, nach demGaarmachen des dritten Stückes (der dritte» Heitze), und wenndas vierte eingesetzt und eingeschmvlzcn ist, altes Schmiedeeisenmit in den Herd zu bringen, wodurch sich der Stahl natürlichfrüher setzt oder gaar wird. Dieser Zusatz des alten Schmiede-eisens wird nach dem Einschmelzen des fünften und sechsten Roh-eiscnstückcs wiederholt, so daß bei einer Luppe zu 2 Theilen Roh-eisen wohl zuweilen 1 Theil altes Stabeiscn verwendet wird.Dies Verfahren trägt zwar zur Vergrößerung der Productionbei, erfordert aber eine sehr sorgfältige Arbeit, weil sonst ein sehrungleichartiger Stahl erzeugt wird. Auf anderen Hüttenwer-ken ist eS gebräuchlich, die Abfälle von geschmiedetem Eisen beigroßen Fabriken, z. B. bei Blcchhütten, Gewehrfabriken u. s. f.znr Stahlbereitnng anzuwenden. Diese Abfälle werden in einembesonderen Herde (in einer mit Kohlenlösche ausgefüttertenGrube) zuerst nmgeschmolzcu, wodurch man eine mehr roheisenar-tige als stahlartigc Masse erhält, die in einem Frischherde, beieinem langsamen Wechsel des Gebläses, wieder eingeschmolzcnund mit einem Theil von den nicht umgeschmolzcnen Eisenabfäl-len versetzt wird.

Für die Drahthüttcn bereitet man zuweilen eine Art Schmelz-stahl, welche wegen ihrer Härte zu den Zicheisen sehr gesucht undgeschätzt wird. Dieser Stahl der sogenannte wilde Stahlist eigentlich eine Art von Gnßstahl, der aber nur zu dein erwähn-ten Zweck angefertigt wird, weil er wegen seiner außerordentlichenHärte weder Geschmeidigkeit »och Schweißbarkeit besitzt, so daß erals ein wahres Mittelding zwischen Roheisen und Stahl betrach-tet werden muß. Die Anfertigung dieses Stahls geschieht wiedie deS gewöhnlichen Nohstahls, nur daß man die Masse nichtdazu kommen läßt, sich zu einem Kuchen auf dem Boden zu setzen,sondern daß man den Stahl in dem Augenblick aus dem Schlacken-