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neu Unterlage hält und mit einem Handhammcr abschlägt. Dienach dem Aussehen des Bruches und der übrigen Oberflächeunterschiedenen Sorten richten sich ganz nach den Absatzplätzenoder der weiteren Verwendung deS Rohstahls.
Auf den hauptgewerkschaftlichen Hämmern unterscheidet mangewöhnlich folgende Sorten:
1) Meißel stahl (bisweilen auch Münz- oder Rosen-st ah l genannt), Stücke, die meist 4 bis 12 Zoll Länge haben,an beiden Enden eine von: Eiscnschuß vollkommen reine Bruch-fläche, muschligen Bruch mit gleichförmigem, mattem Korn undgewöhnlich eine Rose zeigen. Zugleich muß die Oberfläche deSStabes vollkommen ganz, ohne Lasen oder Schalen sein. Wirdgewöhnlich in Kisten verpackt in den Handel gebracht, und istvon dem ungegärbtcn steyerischen Stahl die theuerste Sorte.
2) Edelstahl oder Roh stahl. Gleichfalls Stücke mitreiner Bruchfläche, bis 2 Fuß Länge; jedoch werden sehrkleine, weiche Adern oder etwas lichtere Stellen im Bruchemit etwas Ungänzen oder Schalen an der Oberfläche nicht be-achtet. Diese Sorte wird größtentheils auf den eigenen Häm-mern zur Erzcngnng der vorzüglicheren Gärbstahlsorten, wiedes Scharsachstahles, verwendet; nur ausnahmsweise wird eran die Sensenschmiede verkauft. Wenn für den Meißelstahlnicht Absatz wäre, würde man ihn unter dem Edelstahl belassen.
3) Mock (Halbstahl, Rnckenzeug), Stücke, die beträchtlicheisenschüssig sind, und sich dadurch schon beim Abbrechen, waSschwerer geht, bemerkbar machen, werden in sehr verschiedenenLängen belassen, die oft mit Ungänzen und Schalen behaftetsind. Der Eisenschuß tritt entweder als rein begrenzte Aderauf, oder macht sich nur durch ein grobes, lichtes, stark glän-zendes Korn bemerkbar. Wird theils zu den mindern Gärb-stahlsorten, hauptsächlich zu den äußern Schienen in der Garbeverwendet, theils an Seuscnschmiede verkauft.
4) Nohmittelzeug, ist harter, unganzer Mock, undwird nur auf den eigenen Gärbhämmern zur Darstellung dermindern Gärbstahlsorten verwendet.