gleich den äußeren Einfluß abhaltenden Thonhülle umzogenenRohstahlstäbe angewandt; allein man scheint keine guten Resul-tate damit erlangt zu haben. ES wird daher neuerlich derPuddelstahl entweder durch vorausgehendes Abschienen förmlichgegärbt, oder aber blos in Schweißhitzcn ganz gemacht undohne alle weitere Naffinirung zu deu gewünschten Dimensionenausgeschmiedet oder ausgewalzt. Ein Garben oder Packctirenmuß jedenfalls aber dann vorgenommen werden, wenn größereStücke aus Puddelstahl angefertigt werden sollen, wie z. B.Spurkranzeiscn und Achsen für Locomotiveu und Eisenbahn-wagen.
Beim öfteren Erhitzen, besonders aber beim Gärbcu trittindessen ein wesentlicher Nachtheil deS Puddclstahls hervor, sodaß er nämlich sehr von seiner Härte verliert und bald ab-steht. Dieser Ucbelstand hängt wesentlich von dem zum Ver-puddeln angewendeten Roheisen ab, und würde demgemäß beimanchem zu vermeiden sein; allein es wird dies Uebel bei demPuddelstahl mehr hervortreten als bei dem Nohstahl, der ausdemselben Roheisen dargestellt worden ist.
Wir wollen nun noch einen allgemeinen Begriff voneinem Stahlhammer und einem Walzwerk zu gebensuchen. — Da der raffinirte oder gcgärbte Stahl in einerHitze zu Stäben von oft sehr geringen Dimensionen ausgezo-gen werden muß, so ist es unerläßlich, daß der Hammer, sehrrasch, d. h. 350 — 400 Schläge in einer Minute mache.Ebenso müssen seine Schläge mit möglichster Gleichförmigkeiterfolgen, und es ist bemerkcnswerth, daß es bis jetzt noch nichtrecht hat gelingen wollen, eine Dampfmaschine znr Bewegungdieser Stahlhämmer mit demselben Erfolge als das Wasseranzuwenden. Man hat in England entschieden die Erfahrunggemacht, daß das Ausrecken der Stahlstäbe mittelst der vonDampfmaschinen getriebenen Hämmcr, niemals so schön ausfällt,als wenn dieselben von Wasserkraft bewegt werden, und deß-halb bedient man sich noch bis zu dieser Stunde in den größtenenglischen Stahlwerken nur des Wassers als bewegende Kraft.