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Eine größere Höhe theilt man den Kästen nicht gern zu, weilsich die Flamme bei höheren Kästen nicht so gleichförmig alsbei flacheren verbreiten kann. Je niedriger und je scknnaler dieCemcntirkästen sind, desto gleichartiger wird die Beschaffenheitdes Ccmentstahls sein; je breiter und je höher sie sind, destoweniger läßt es sich vermeiden, daß die den Wänden des Ka-stens znnächstliegenden Stäbe nicht schon zu stark gebrannt sind,wenn die in der Mitte liegenden Stäbe erst die gehörige Gaareerhalten haben.
Die Kästen werden aus feuerbeständigem Thone, oderaus feuerfesten Ziegeln angefertigt. Im ersten Falle muß dieBlasse nicht zu fett sein, sondern mit so viel unschmelzbaremreinen Quarzsand versetzt werden, daß sie möglichst wenigschwindet und eine anhaltende starke Glühhitze anshält, ohneRisse und Sprünge zu bekommen. Die Wände werden einigeZoll dick gemacht und müssen zuerst sehr vorsichtig abgetrocknet,nämlich zuerst vollkommen lufttrocken sein und dann mit allerVorsicht abgewännt werden, worauf man sie wieder erkaltenläßt, um nachzusehen, ob sie Nisse und Sprünge erhalten ha-ben, welche dann sehr sorgfältig auszubessern sind. Ueberhanptmuß die Beschaffenheit der Kästen vor jedem Brande untersuchtwerden, weil der kleinste Riß große Nachtheile hervorbringenkann.
Am Bequemsten ist es, die Kästen aus guten, feuerfestenThonziegcln zusammenzusetzen, die Ziegel so lang und hoch alsmöglich zu machen und sie mit möglichst feinen Fugen zu ver-binden. Alan gibt den Ziegclplattcn alsdann übereinandergrei-fcnde Falze, um den Zutritt der Luft möglichst abzuhalten unddie Ziegel genau miteinander zu verbinden.
Zuweilen setzt man die beiden kurzen Seitcnwände derKästen mit den Scitcnmanern des Ofens unmittelbar in Ver-bindung, so daß die Kästen nur aus drei Wänden, nämlichaus dem Boden und aus den beiden langen Scitcnwänden,bestehen. Oft gibt man den Kästen aber auch besondere kurzeSeitcnwände und setzt sie aus fünf Flächen, nämlich aus dem