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Auswahl und durch den Umstand, daß sich durch das UinschmelzcnStahl darstellen läßt, der bei einem großen Kohlcgehalt, alsobei großer Härte, stets eine gleichartige Beschaffenheit behält,welchen Härtegrad man auch für daS Produkt verlangt, hat sichder Gußstahl bald einen wohlverdienten Ruf erworben, so daßzu feineren Stahlarbeiten und zu allen Werkzeugen, für welchegroße Härte und Festigkeit erforderlich sind, nur Gußstahl mitErfolg angewendet werden kann.
So vollkommen der Proceß der Gußstahlbereitung also auchzu sein scheint, so besteht doch eine Mangelhaftigkeit desselbendarin, daß dem geübten Auge des Arbeiters die Auswahl desMaterials überlassen bleiben muß und daß sich daher bei allerGleichartigkeit des Produkts die Größe des Kohlegehalts, alsodie Härte und Festigkeit des Stahls, mit Zuverlässigkeit nichtbestimmen lasten. Solche Unvollkommenheiten bei der Ausführungmetallurgischer Operationen sind jedesmal dann unvermeidlich,wenn durch daS Auge des Arbeiters Waage und Gewicht ersetztwerden müssen. Der Kohlegehalt des zum Gußstahl angewendetenMaterials, des Cementstahls, ist in jedem Theil des Querschnit-tes eines Stabes ein anderer, so daß der Kohlegehalt der Ge-sammtmaste der Tiegelbcschickung, also der des daraus hervor-gehenden Gusses mit Zuverlässigkeit nicht bestimmt werden kann.Wenn gleichwohl der Härtegrad des englischen und des gutendeutschen Gußstahls ziemlich genau mit dem beabsichtigten über-einstimmt, so ist dieser Erfolg lediglich der genauen Bekanntschaftder Arbeiter mit ihrem Material und der sorgfältigen Auswahldesselben für den bestimmten Zweck zuzuschreiben.
Eine Unzuverlässtgkcit des Erfolges würde nicht vorhandensein, wenn für die Gußstahlfabrikation ein Material zu Gebotestände, dessen Kohlcgehalt der Berechnung unterworfen werdenkönnte. Ein solches Material ist das auS reinen, besonders voneingesprengten Kupferkiesfunken freien Spath« und Brauneisen-steinen dargestellte weiße Roheisen mit Spiegelflächen, dessenKohlegehalt zu 5,6 Procent angenommen werden kann. DerKohlegehalt der besten Sorten des schwedischen Stabeiscns und