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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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108
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des Eisens, welches in Deutschland aus reinen Spath- undBrauneisensteinen bereitet'wird, läßt sich nahe zu 0,25 Prvcentin Rechnung bringen. Jenes Roheisen und dieses Stabeisen sindals das reinste Eisen bekannt, welchem nur Spuren von Siliciumbeigemischt sind, wovon auch der Cementstahl, das jetzige Haupt-material für den Gußstahl, niemals befreit ist. Beide Eisenartenbieten folglich ein Material dar, durch welches man in den Standgesetzt ist, den Kohlegehalt der in die Tiegel zu bringenden Guß- »stahlbeschickung genau zu bestimmen und Gußstahl von jedembeliebigen Härtegrade durch das, durch Berechnung leicht zu er-mittelnde Verhältniß des einen Materials zum andern, darzu-stellen. Wenn der Kohlegehalt des Schmelzprodukts und diedavon abhängigen Eigenschaften desselben wirklich vollständig mitder Berechnung übereinstimmen welches durch Versuche imGroßen zu entscheiden blieb, so konnte man erwarten, daßdurch die Gußstahlbereitung aus Spiegeleisen und reinem Stab-eisen eine neue Periode für diesen Zweig der Industrie inDeutschland beginnen müsse, indem sich mit der Zuverlässigkeitder Operation, durch welche der Gußstahl genau in den Gradender Härte und Schweißbarkeit dargestellt werden kann, welche zuirgend einem Zweck verlangt werden, auch noch ökonomische Vor-theile verbinden, die in der Wohlfeilheit des Materials begründetsind. Diese Vortheile erhalten für die deutsche Gußstahl-Jndustriedadurch eine besondere Wichtigkeit, daß in mehreren ProvinzenDeutschlands das reine weiße Roheisen mit Spiegelflächen inbedeutenden Quantitäten gewonnen wird, während es andernLändern ganz abgeht.

Der Bereitung des Gnßstahls durch das Zusammenschmelzenvon Spiegeleisen mit reinem Stabeisen stand aber noch ein an-deres, weit erheblicheres, als das aus dem Mangel an Reinheitdes Materials entnommene Bedenken entgegen, nämlich dieBesorgniß, ob das Produkt der Schmelzung eine gleichartige undhomogene Verbindung sein werde. Herr Karsten, dem wir sosehr viel über die Natur des Stabeisens, Stahles und Roheisensverdanken und dessen Arbeit über den Gnßstahl (in seinem und