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wenn Stahl und Stabeisen zusammengeschweißt werden sollen,weil das letztere einen höhern Grad der Schweißhitze erfordert,als der Stahl, dieser also länger, als es seiner Natur nach seinsollte, in der Hitze erhalten werden muß. — Ein vortreffliches,allen praktischen Eisen- und Stahlarbeitern bekanntes Mittel, dieVerbindung des Eisens mit Stahl, oder des Stahls mit Stahl,durch das Zusammenschweißen, zu erleichtern, ist der Borax. Ergewährt eine leichte und dünne flüssigere Decke für das weißglü-hende Eisen, als der gewöhnliche Schweißsand und als andere,bisher in Anwendung gekommene Deckungsmittel, auch reinigt erdie zusammenzuschweißenden Oberflächen und befördert dadurchderen Vereinigung. Durch die Anwendung des Borax lassen sichmanche Sorten von Gußstahl, welche man für unschweißbar hielt,sowohl mit einander, als auch mit Stabeisen zusammenschweißen.Sollen zwei Stücke Gußstahl miteinander verbunden werden,so feilt man die Flächen erst ganz rein, ohne jedoch die Rauhhcitvöllig wegzubringen und bcstreicht sie mit Borax, welcher mitWasser auf einem Reibesteine zu einem feinen Brei angeriebenworden ist, legt dann die Flächen zusammen und bestreicht auchdie Fugen noch mit etwas Borax. Ein Zusatz von einem TheilSalmiak zu drei oder zwei Theilen Borax ist auch mit gutem Er-folg anzuwenden. Die zusammengelegten Stücken werden dannmit Eisendraht umwickelt, damit sie sich nicht verrücken und biszum hellen Rothglühen vorsichtig erhitzt. Bei feinen und dünnenGegenständen ist noch die Vorsicht anzuwenden, sie auf einer stark-erhitzten und wenigstens braunrothwarmen Unterlage und nichtauf einem kalten Ambosse zusammenzuschlagen, weil sie auf demletzteren so schnell abgekühlt werden, daß die Schweißung miß-lingen könnte. Der gute Erfolg hangt von der richtigen Tempe-ratur beim Glühen und davon ab, daß die Flächen völlig reingehalten werden. Die Hitze muß schnell gegeben werden. Zugeringe Hitze kann natürlich keine Schweißung hervorbringen; zustarke Hitze verdirbt den Stahl und erschwert das Schweißen,weil der Borax unwirksam wird.
Noch größere Vorsicht ist anzuwenden, wenn Stahl, beson-