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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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v. Dechens Archiv, Bd. 25) wir Dieses und das Folgende ent-nehmen, erhebt bereits in der 3. Anst. seines »Handbuchs derEisenhüttenkunde» (Bd. 4, S. 512) Zweifel darüber und giebtGründe an, aus denen es rathsam sein würde, sich zur Darstel-lung des Gnßstahls des schon fertigen Stahls und nicht einesGemenges von Roheisen und Stabeisen, in zu berechnenden Ver-hältnissen beider Materialien zu bedienen. Es wurden zur Be-antwortung der Frage viele Versuche angestellt, bei denen vonjedesmaligem Guß aus einem Tiegel, Gußstahlbarren von 30bis 35 Pfunden erfolgten, die wie gewöhnlich in gußeisernenFormen gegossen wurden. Die dabei erlangten Resultate sollenweiter unten, wenn wir die Gußstahlöfen und das Schmelzvcr-fahren näher kennen gelernt haben, mitgetheilt werden, da sievon großer Wichtigkeit sind.

Wir haben nun noch von dem indischen Stahl, d. h.von dem berühmten Wootz zn reden, denn wir werden weiterunten bemerken, daß die im Handel Londons, unter dem Namenindischer Stahl vorkommende Sorte, ganz etwas Anderes ist.Der Wootz, das Material zn den persischen und orientalischenSäbelklingen, zeichnet sich durch einen großen Härtegrad aus, derselbst beim Anlassen wenig verliert und den des gewöhnlichenGnßstahls weit übertrifft. Die Bereitungsart des Wootz sollauch weiter unten beschrieben werden.

Die Schweißbarkeit ist eine Eigenschaft, welche nurdem Stabeisen, aber nicht dem Roheisen zukommt, und weil dasweiße Roheisen von dem gehärteten Stahle nur durch den größe-ren Gehalt an Kohle verschieden ist, so wird die Schweißbarkeitin demselben Verhältnisse abnehmen, in welchem der Kohlegehaltdes Stahls zunimmt. Stahl erfordert im Allgemeinen eine ge-ringere Schweißhitze als Stabeisen; auch muß beim Zusammen-schweißen des Stahls mit Stahl, oder des Stahls mit Stabeiscndie größte Sorgfalt angewendet werden, um den Luftzutritt zuverhüten, weßhalb die zusammenzuschweißenden Stellen mit einemUebcrzuge versehen werden müssen, damit sich Schlacke bilde,welche die Luft abhält. Diese Vorsicht ist um so nothwendiger,