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Stahle weder fremdartige Bestandtheile mittheilt, noch demselbenKohle entzieht. NeineS Glas, welches zur Beförderung desFlusses mit etwas Borax versetzt sein kann, wird die beste Deckeabgeben. Nothwendig ist der Fluß oder die Decke überhauptnicht, sobald die Tiegel durch die Deckel gehörig dicht verschlossenund dadurch gegen das Hineinfallen von Kohlen gesichert sind.
Der Fluß ist sogar beim Ausziehen des Stahls aus den Tiegelnin die Formen sehr hinderlich, und daher ist eS am Besten, keinen >Fluß anzuwenden.
Die Schmelzhitze muß zuerst nicht zu stark gegeben werden,damit die Tiegel nicht schnell in Hitze kommen und springen.Vorzüglich ist dahin zu sehen, daß die Tiegel zuerst unten stärkerals oben erhitzt werden, damit die untere Masse in Fluß komme.
Wie lange die Schmelzung fortzusetzen ist und wie oft Koaksnachgefüllt werden müssen, Hängt vom Zuge des Ofens, sowievon der Schmelzbarkcit des Stahls ab, indem der schweißbareGußstahl strengflüssiger ist, als der nicht schweißbare. Die Er-fahrung ist hier die sicherste Führerin. In manchen Fällen wirdeine mehrere Stunden lang fortgesetzte Schmelzhitze nöthig sein.Immer muß die Masse vollkommen tropfbar flüssig sein und sichmehrere Stunden lang in diesem Zustande befunden haben, ehesie umgerührt, dann wieder stark erhitzt und ausgcgossen wird.
Die Tiegel mit der geschmolzenen Masse werden mit zweck-mäßig eingerichteten Bauchzangen aus dem Ofen genommen undder geschmolzene Stahl wird dann in eiserne Formen, welche ge-wöhnlich vier- oder achteckig und aus mehreren Stücken, welcheauseinander genommen werden können, zusammengesetzt sind,ausgcgossen. Die Stahlbarren haben das Ansehen von vier-oder achtkantigen Stäben, welche demnächst mit Sorgfalt ausge-schmiedet und weiter verarbeitet werden.
Die Formen müssen nicht größer sein, als nöthig ist, umden geschmolzenen Stahl aufzunehmen. Auch wird die Oberflächedes Stahls oben beini Eingüsse sogleich mit Thon, oder mit fetterErde bedeckt, damit der Stahl beim Erkalten nicht blasig undlöchrig werde.