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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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daher strengflüssigeren Stahlarten Gluthfeuer anwenden muß.Außerdem leiden die Tiegel in dem Flaminenstrome, der dasReißen und Springen derselben in einem höheren Grade veran-laßt, als wenn sie überall von den glühenden Koaks umgeben sind.

Ein wichtiger Gegenstand bei der Gußstahlfabrikation ist dieBeschaffenheit der Tiegel. Am dauerhaftesten und haltbarsten inder starken Hitze und bei der großen Temperaturverändernng beimAnsnehmen aus dem Ofen sind die Kohlen- oder Graphittiegel,oder die sogenannten Jpser Tiegel. Wo man diese aber nichtwohlfeil erhalten kann, muß man Tiegel aus feuerbeständigemThone anwenden und die Thonmasse mit alter Tiegelmasse, odermit vorher gebranntem feuerfesten Thone versetzen, damit sienicht so stark schwinde oder zerspringe. Eine empfehlenswertheTiegclmasse besteht aus 2 Theilen feuerfestem Thone und 1 Theilzerpülverten Koaks, oder noch besser aus 2 Theilen Thon und1 Theil Graphit. Die Thontiegel müssen vor der Anwendungmöglichst stark gebrannt sein, damit die fehlerhaften schon vordem Gebrauche ausgeschieden werden können.

Praktische Hüttenleute versichern, daß die Thontiegel, welchenach Art der Aschenkapellen mit einem Futter, nämlich mit einemMönch und einer Nonne, angefertigt werden, dauerhafter, dichterund zu mehreren Schmelzungen brauchbar sein sollen, als dieTiegel, welche aus freier Hand gearbeitet sind. Das Eindrückendes Mönchs in die in der äußeren eisernen Form befindlicheThonmasse erfordert indeß eine starke Krastanstrengung und läßtsich ohne eine Presse kaum bewirken.

Die Größe der Tiegel ist willkührlich und kann daher sehrverschieden sein. Man pflegt sie aber nicht größer als etwa 5 Zolloben im Durchmesser und 1015 Zoll hoch zu machen, so daßman 5060 Pfund Stahl einsetzen und schmelzen kann.

Aus dem Flusse, mit welchen! die zu schmelzende Masse be-deckt wird, hat man sonst ein großes Geheimniß gemacht. Es istindeß einleuchtend, daß der Fluß (oder die Decke für den ge-schmolzenen Stahl) solche Eigenschaften besitzen muß, daß er dem