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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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Unabhängig von den angeführten 7 oder 8 constant undregelmäßig beschäftigten Arbeitern wird oft, wenn die Schmelz-hütte im höchsten Grade beschäftigt ist, noch ein Gehülfe fürdie verschiedenen Nebenarbeiten beigesellt. In einigen kleinerenHütten mit 4 Schmelzöfen, wo wöchentlich mir durch 3 Tage.3 Oefen im Feuer erhalten werden, und wo man das Perso-nal soviel als möglich zu vermindern sucht, sind nur 2 Arbei-ter beschäftigt, nämlich ein Gießer, der alle vorher angegebenenArbeiten verrichtet und ein Knabe von 1415 Jahren, derüberall, wo es sein Alter erlaubt, mithilft. Der Arbeitslohndieser zwei Menschen bcläuft sich gewöhnlich auf 2 Pfd. 3 Schill.(14'/a Thlr.)

Gang der Arbeit in einer Stah lschmelz Hütte. Eine Campagne der Stahlschmclzöfen dauert nie über fünf,oft nur drei Tage, und obgleich die Oefen während der ganzenCampagne im Feuer bleiben, so arbeiten sie doch alle 24 Stun-den nur 10 Stunden. In einer Hütte, in welcher wöchentlich5 Tage geschmolzen wird, muß die Reparatur der Oefen immerSonntags Abend beendigt sein; man heizt dann zuerst jedenOfen mit großer Vorsicht an, damit die Ofenwände trocknenund nur sehr allmälig die znm Schmelzen des Stahles erfor-derliche hohe Temperatur erlangen. Zu diesem Ende wirftman auf den Rost einige Schaufeln voll brennender Steinkoh-len, bedeckt sie mit frischen Koaks, und wenn diese Masse inBrand zu gerathen anfängt, wird noch Lösche aufgegeben; eswird der horizontale Kanal mit einem eingesetzten Ziegel bei-nahe ganz verstopft und die Ofenmündung mit dem Deckelverschlossen. Es erfolgt so während der folgenden Nacht einedumpfe Verbrennung unter gehemmtem Luftznge und durchdiese die vorbesagte Anstrocknung und allmälige Temperatur-erhöhung bis zur dunkeln Nothgluth. Ganz in gleicher Weisewird mit allen in Gang zu bringenden Oefen verfahren.

An demselben Abend bringt man auch auf den Rost desTiegelbrennofens etwa 2 Zoll hoch brennendes Koaksklein, voneinem Steinkohlenfeuer kommend, welches auf einem anliegen-