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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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Rost nicht verstopft, und sie fordert somit von Seite der Ar-beiter nur geringe Sorgfalt. Nur manchmal sieht man zwi-schen den Roststangen eine verglaste flüssige Masse in FädenHinabfallen; aber auch dann bedarf es keiner besonderen Rei-nigung der Roststäbe mittelst Brechstangen.

Das Schmelzen des Stahles ist gewöhnlich vierStunden nach dem Beschicken vollendet. Der Gießer über-zeugt sich von dem Zustande der Beschickung durch Abdeckender Tiegel. Die Arbeiter sorgen bei'm Aufgeben der Koaksdafür, daß der Obertheil der Tiegel von KoakS entblößt sei,wenn der Augenblick des Gießens herankommt. In den Oefen,wo die Schmelzung noch nicht ganz vollendet ist, wird immernoch etwas Brennstoff aufgegeben, und man gießt aus diesenOefen zuletzt.

Gießen und Formen des geschmolzenen Stah-les. DaS Gießen deS Stahles zu Barren muß mit größterSchnelligkeit geschehen und fordert das Zusammenwirken allerArbeiter. Die Gießer ergreifen, mittelst der dazu bestimmtenund in Fig. 24 abgebildeten Zange die Tiegel, welchen dieUntersätze (Untersetzer) und die Deckel anhängend bleiben undstellen sie vor den Werkführer hin, der sie wieder mit einerandern, in Fig. 25 abgebildeten, Zange ergreift, mit einemschwachen Hammerschlage den Deckel losmacht und den ganzenInhalt sogleich in eine Gießform gießt. Das Metall ist sehrflüssig und wirft zahlreiche Funken umher, die noch einigeSecunden nach Eingießen der ganzen Beschickung in die Formaus dieser Herausspritzen. Der Arbeiter kann den vollen 25Kilogr. (55 Pfund) schweren Tiegel nun aufheben, indem erdie Zange mit beiden Händen ergreift und fest an seinen Kör-per anhält. Hierbei würde er sich seine Hände und Kleiderverbrennen, wenn er sie nicht mehrfach mit Wolle umhüllthätte. Der entleerte Tiegel wird ohne besondere Behutsamkeitauf den Boden der Schmclzhütte hingeworfen, wo er so langeliegen bleibt, bis auch der andere Tiegel desselben Ofens aufgleiche Weise entleert wurde, wo dann beide Tiegel, mit ihren