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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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Preußischen Obcrhütteuinspector Stengel bci'm Siegen'schenBergamte auf der Gnßstahl- und Feilenfabrik von Hnth znGeitcbrück bei Hagen, im Großen ausgeführt und es wurdendabei folgende Resultate erlangt.

1. Es muß nur vollkommenes Spiegel- und weder strah-liges noch dichtes weißes Roheisen zum Gnßstahlschmelzen ge-nommen werden und zwar nicht allein aus dem Grunde, umdie Ouantität der Kohle in der Gußstahlbcschickung genauberechnen zu können, welches, bei dem veränderlichen Kohle-gehalt des strahligen und des dichten weißen Roheisens nichtausführbar sein würde; sondern besonders auch deßhalb, weildas Spiegclrohcisen die größte auflösende Kraft auf das Stab-eisen äußert. Gute Güsse sind daher nur mit Spiegelcisen zuerlangen.

2. Die außerordentlich hohe Temperatur, welche das Stab-eisen zum Schmelzen erfordert, macht es nothwendig, dasselbenicht in zu starken Stücken in die Beschickung zu geben. Manhat erkannt, daß Skabeisenstücke von 1 Kubikzoll Größe diezweckmäßigsten seien.

3. Zur Erlangung vollkommener Güsse und recht dichterStahlbarren, ist die größtmöglichste Schmelzhitze erforderlich.Eben so sind höchst feuerfeste und haltbare, dem Springennicht unterworfene Tiegel bei der Gußstahlbereitung aus Roh-nnd Stabeisen ein noch weit größeres Bedürfniß, als bei demUmschmelzen des schon fertigen Stahls. Je mehr Schmelzun-gen in einem und demselben Tiegel gemacht werden können,mit desto größern ökonomischen Vortheilen wird die Gußstahl-bereitnng ausgeübt werden.

4. Das Ausgießen des geschmolzenen Inhalts des Tiegelsin die gußeiserne Form muß schnell erfolgen, damit die ganzeStahlmasse fast gleichzeitig erstarren kann. Dabei ist aber znberücksichtigen, daß keine Schlacke auS dem Tiegel mit in dieForm gelange, denn es fehlt an Zeit, damit sich die Schlackevon dem Stahl trenne; sie erstarrt unmittelbar in der Stahl-masse und giebt dann einen fehlerhaften Guß, indem sie bei