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dem Ausschmieden der Barre zum Aufreißen des Stabes undzu unganzen Stellen, die sich nicht wieder zusammenschweißenlassen, Veranlassung giebt. Diesem Uebel kommt man ambesten dadurch zuvor, daß mau den Deckel vom Tiegel nochim Ofen auf die Seite schiebt und die Schlacke mit einem löffcl-artigen Eisen rein von der Oberfläche abzieht. Der im Tiegelnoch zurückbleibende kleine Nest kaun dann bei dem Guß ingewöhnlicher Art leicht zurückgehalten werden.
5. Gußstahl, der im Tiegel langsam erkaltet und nichtin die Form gegossen wird, verliert allen Zusammenhalt undzerfällt schon in der Nothglühhitze unter dem Hammer oderWalzwerk.
6. Die Güsse müssen, wenn sie erkaltet sind, von allenrundlichen Gußstahlkörnchen, die an manchen Stellen wie Lin-sen an der Oberfläche der Gußbarren haften, durch Abmeißelnbefreiet werden, weil sonst die Körnchen unter Hammer undWalze ausgedehnt werden und zu Kantenrissen Veranlassunggeben.
7. Bei dem Anwärmen des gereinigten Gusses zur wei-teren Bearbeitung desselben muß eine hellrothe Glühhitze ange-wendet werden. In einem Herde vor dem Gebläse kann dasAnwärmen nur sehr unvollständig geschehen, indem die Er-hitzung nicht hinreichend gleichmäßig erfolgt. Für den günsti-gen Erfolg des Ausschmicdens oder Auswalzens des Guß-stückes ist ein gleichartiges Anwärmen der Barre durch dieganze Masse hindurch, eine höchst wesentliche Bedingung, welchesich nur durch die Anwendung eines gut construirten Flamm-ofens erfüllen läßt. Am zweckmäßigsten wird diese schwierigeOperation in einem Flammofen mit Gasfeuerung, bei einemgeringen Ueberschuß von brennbaren Gasen auszuführen sein.
8. Zum Ausrecken der angewärmten Barren darf nie-mals ein zu leichter Wasserhammer angewendet werden, weilderselbe eine zu schwache Wirkung auf das Gußstück äußert.Nur in Ermangelung eines Dampfhammers oder eines Walz-werks, würde das Ausrecken unter einem schweren Wasserham-