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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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165
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rien. Röhren und dergleichen. Sofern es sich dabei nurmgeringe Corrcktioncn handelt, pstcgt diese Arbeit wohl aucham kalten Stahl vorgenommen zu werden; starke Krümmungenkann man aber nicht'anders als in der Glühhitze beseitigen.Das einfachste Mittel znm Geraderichtcn ist die Anwendungdes Hammers, das Geschäft ist aber zeitraubend und erfor.dert viel Umsicht und Gcschicklichkeit. Auch findet man oft,daß durch die verdichtende Wirkung der Hammerschläge eineoberflächliche Spannung erzeugt wird, welche die gerade Ge-stalt erhält, hingegen beim nachherigen Abdrehen oder Abfeilenverschwindet, so daß dann die Krümmung wiederkehrt. AndereMethoden des Gcradcrichtens sind: Anwendung einer Schrau-beuprcssc, das Rollen zwischen zwei gußeisernen Tafeln (fürRöhren), das Rollen zwischen drei im Dreieck und genau mit-einander parallel gelagerten gußeisernen Walzen, in deren Zwi-schcnranm der zu richtende Nundstab vom Ende der Walzenaus cingeschoben wird.

5) Das Abhauen, Abschroten. Sowohl um einfertig geschmiedetes Arbeitsstück von dem Stäbe, welcher dasMaterial dazu hergegeben hat, zu trennen, als um überhauptTheile des Stahles beim Schmieden abzunehmen, bedient mansich mcißelförmigcr, schneidiger Instrumente, welche auf zweiverschiedene Arten gebraucht werden, und daher zweierlei Na-men führen. Der Abschrot ist ein breiter und sehr kurzerMeißel, der mit seinem Stiele oder Zapfen in das Loch desAmboßcs eingesteckt wird, und die Schneide aufwärts kehrt.Man legt den Stahl auf die Schneide und schlägt auf jenenvon oben mit dem Hammer. Der Schrotmeißcl ist eingewöhnlicher Meißel, den man frei mit der Hand hält, aufden Stahl setzt, und durch Hammerschläge eintreibt. Die schmä-leren Schrotmeißcl sind 8 bis 10 Zoll lang, und werden un-mittelbar mit der Hand gefaßt. Die breiteren sind kürzer,und hammerähnlich mit einem hölzernen Stiele versehen; derStiel steht entweder mit der Schneide gleichlaufend, oderrechtwinkelig gegen dieselbe, indem bald das Eine, bald daS