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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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166
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Andere bequemer ist. Sowohl mit dem Abschrot als mit demSchrotmeißcl wird der Stahl gewöhnlich nicht völlig durchge-hauen (um eine Beschädigung der Schneide durch Hammer oderAmboß zu vermeiden); sondern wenn die zertheilten Stückenoch durch ein dünnes Band zusammenhängen, bricht man siedurch Umbiegen vollends von einander.

Damit der Schrotmeißcl und andere verstählte Werkzeuge,welche beim Schmieden gebraucht werden, durch die Erhitzungin Berührung mit dem glühenden Stahl nicht weich werden,muß man dieselben nach gemachtem Gebrauche schnell in Wasserablöschen.

6) Das Durchlöchern. Man kann Stahl ziemlichschnell und regelmäßig durchbohren, indem man ihn weißglü-hend über einen (um zu schnelle Abkühlung zu verhindern) er-hitzten eisernen Ring legt, welchen er nur an zwei Punktenberührt, dann eine Schwefelstange senkrecht aufsetzt und all-mählig niederdrückt, in dem Maße wie sie schmilzt. Der Stahlvereinigt sich schnell, unter Entwickelung einer schönen, gefahr-losen Feuergarbc, mit dem Schwefel, und bildet leicht schmelz-bares Schwefel eisen, welches in einem, unter den Ringgesetzten Wasscrgefäße aufgefangen werden kann. Das Lochfällt indessen etwas rauh aus, und wird auf der obern Seite,wo der Schwefel zuerst eingedrungen ist, weniger regelmäßig.Eine Stange von V, bis ^ Zoll Dicke ist in höchstens 20Secunden durchbohrt.

Beim Schmieden wer?dn Löcher im Stahl auf zweierleiWeise hergestellt, nämlich durch Lochen oder durch Auf-hauen. Beim Lochen wird ein Stück Stahl (ein Putzen)von der Gestalt und Größe des beabsichtigten Loches heraus-geschlagen, indem man den glühenden Stahl über das Lochdes AmboßeS oder auf einen Lochring legt, einen Durchschlagaufsetzt und letzter» durch Hammerschläge eintreibt. DerDurchschlag gleicht in der Gestalt überhaupt dem Schrot-meißel, bis auf den einzigen Unterschied, daß das dünnere, ver-stählte und gehärtete Ende des Werkzeugs statt der Schneide