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Die meiste Umsicht und Geduld hat man beim Auöschmie-den der orientalischen oder auch nach dem Principe der Orien-talen bei uns erzeugten Gußstahlarten anzuwenden, welche sichdurch Härte und Festigkeit vor unseren einheimischen Stahl-sorten auszeichnen. Alle diese durch Kunst erhaltenen Stahl-könige ertragen keine höhere, als eine Braunrothhitze, diewenigsten lassen sich in einer Scharlachröthc behandeln, und ge-wiß in keiner höheren, wenn sie anders sich vor gewöhnlichemStahle auszeichnen sollen. Man kann sie aber auch nur indiesem bestimmten Hitzegrade schmieden; und sind sie dunklerals brannroth oder kirschroth geworden, so werden sie eben sounhämmerbar, als wenn sie überhitzt worden wären. Ein ra-sches Schmieden ist deßhalb vor Allem anzuempfehlen, und esist nothwendig, daß man sogleich mit dem Hämmern aufhöre,sobald die Farbe des Stahles dunkel zu werden anfängt. Einleichter vom Wasser getriebener Schwanzhammcr, wie man ibnzum Ausziehen des Gnßstahles in England gebraucht, der gegen400 Schläge in einer Minute macht, ist deßhalb sehr zu em-pfehlen, denn durch die schnelle Folge und Gewalt der Schlägewird Wärme im Stahle selbst frei, so daß er viel langsamererkältet, als bei einer langsamen Folge von Hammerschlägen.
Ist man nicht im Besitze eines Wasserhammers, so müssenzwei rasch arbeitende Schmiede die Stelle desselben ersetzen.
Beim Ausschmieden ist noch überdicß die Größe des Stahl-königs zu berücksichtigen, wenn man einen damascirtenGegenstand erhalten will. Denn schmiedet man einen zu kleinenStahlkönig zu den verlangten Dimensionen, z. B. eines Sä-bels, so wird der Damast zu sein. Ein zu großer Stahlkönigaber muß eben deßhalb in Stücke zertheilt werden. Ein Stahl-könig von 2'/. Pfund ist hinreichend für einen Säbel, ein Stahl-könig von 4 V, Pfund giebt zwei Säbel.
De Luynes schlägt vor, den König zuerst nur um ein Drit-theil seiner Dicke zusammenzuschlagen, daß er die Gestalt einesKuchens erhält. Dann schlägt er ein Loch mittelst eines Pun-zen« von Stahl durch den Mittelpunkt des Kuchens, so daß er