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weil er »ach Einwirkung eines gewissen Hitzegrades sich selbstüberlassen, mehr oder weniger strebt, krystallische Structnr an-zunehmen und deßhalb an Festigkeit zu verlieren.
3) Endlich wendet man das Kalthäminern noch an, umdurch das Härten verzogenen Stahl wieder gerade zurichten.
Daß beim Verdichten des kalten Stahles die höckste Gleich-förmigkeit in Bezug auf die Führung des Hammers beobachtetwerden soll, versteht sich von selbst. Die Schläge müssen ziem-lich rasch auf einander folgen, und so lange fortgesetzt werden,bis das Stück den verlangten gleichförmigen Grad von Dich-tigkeit und Steifheit erreicht hat; man mnß jedoch mit demHämmern nachlassen, sobald sich das Stück so zu erhitzen an-fängt, daß man es nicht mehr mit der bloßen Hand ansaßenkann; denn durch jeden neuen Haninierschlag in diesem Zu-stande würde die Wirkung der vorausgegangenen wiederaufgehoben werden Ist es kalt geworden, so setzt man dasHämmern wieder fort. Es ist kaum zu vermeiden, daß sichnicht Riffe an den Kanten bilden; diese müssen mit der größtenSorgfalt nach dem Hämmern mit der Feile oder Schecre weg-geschafft werden, sonst bricht daS Stück auch beim geringstenUeberblcibsel eines solchen Riffes immer an dieser Stelle undzwar überaus leicht.
Durch eine ungleiche Beschaffenheit des Stahles selbst,oder durch ungeschicktes, ungleichförmiges Hämmern verzieht sichder Stahl während des Kalthäimncrns sehr leicht, einige Stellensind mehr verdichtet als die übrigen, und ziehen deßhalb dieweniger verdichteten nach ihrer Seite hin, wodurch er wind-schief wird. Richtet man das Stück durch Drehen mittelstSchranbstock und Zange wieder gerade, bringt es aber dannin'S Feuer, so nimmt ein solches Stück im Feuer seine früherewindschiefe Form wieder an, und diese wird durch darauffol-gendes Härten sehr oft noch vermehrt. Um ein solches wind-schief gewordenes Stück vor dem Härten wieder zu richten,legt man es neuerdings auf den Amboß und führt seine Schläge