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man den Hitzegrad in's Weiße, so muß der Stahl wieder neugehämmert werden, oder er ist auch so ganz verdorben, daßihn kein Hämmern wieder brauchbar machen kann.
Der Hitzegrad, wodurch der Stahl alle seine möglichsteHärte und TenacitLt erhält, wird im Durchschnitte wohl soziemlich von der Hellroth- und Kirsch roth-Glüh Hitzebegrenzt. Bon dieser einen Grenze seiner größten Härte undTcnacilät herab bis zum Braunroth nimmt seine, durch Ab-löschen erzeugte Härte immer mehr und mehr ab, bis sie in derbraunrothcil Hitze selbst gleich der des harten Eisens wird. Ebendieser allmälige Uebergang des Stahles von der größten Härtezur größten Weichheit macht es aber im praktischen Leben mög-lich, für jeden bestimmten technischen Zweck sich gerade diejenigeFestigkeit des Stahles zu wählen, die dem verlangten Zweckeam angemessensten ist.
Sowie nämlich die Festigkeit des in rechter Hitze gehär-teten Stahles ein Product aus Härte und Tenacität ist, sowird durch Hitzegrade, unter der höchsten zum Härten amtauglichsten befundenen Glühhitze liegend, die Härte allein ver-mindert, während die Tenacität immer ungehinderter hervortritt,bis die Härte endlich ganz zurücktritt und die Tenacirät zurWeichheit wird.
Man könnte nun glauben, es sei ein Leichtes, die Glüh-hitze des Stahles nur so weit zu steigern, daß beim AblöschenHärte und Tenacität zusammen in gewünschtem Verhältnisseerscheinen. Allein dieß ist in der Praxis äußerst schwer aus-führbar. Wir kö^e» nur wenige Töne in den Glühfarbcndes Stahles unterscheiden; denn zwischen der Brannrothhitzc,in welcher der Stahl nicht mehr härtet, und der rosenrothen,in welcher der beste Stahl den besten Härtegrad annimmt,liegt nur eine einzige sicher unterscheidbare Farben - Nüancc:die Kirschröthe.
Man hat deßwegen auf andere Weise den gewünschtenGrad der Glühhitze zu erzeugen gesucht, indem man den Stahlin geschmolzenem Metall einzutauchen vorschlug, dessen Schmelz-