264
Sägen-Durch schlüge hat man von verschiedener Einrich-tung, wobei indessen das Hauptwerkzeng, der eigentliche Durch-schlag, unverändert bleibt, und sich von anderen Durchschlagennur durch die spitzwinklige Gestalt seiner Endfläche unterschei-det. Es ist nämlich von selbst verständlich, daß die Zähnedurch Herausschlagen einer Reihe dreieckiger Stückchen an derKante des Sägenblattes sich bilden, und daß hiernach die Ge-stalt des Durchschlags sich richtet. Das Blatt liegt beim Ans-schlagen auf einer verstählten Lochscheibe, in deren Oeffnungder Durchschlag eintritt. Eine Feder unterhalb der Lochscheibehebt den Durchschlag wieder empor, während die Säge umden Raum eines Zahnes in der Richtung ihrer Länge fortge-schoben wird. Die Größe dieser Schiebung wird durch einenaus der Oberfläche der Lochscheibe angebrachten Zeiger regulirt,der mit seiner Spitze immer in den zuletzt gemachten Ausschnitt> einfaßt. Man kann auch, mit Beseitigung der Lochscheibe, dasSägcnblatt horizontal liegend zwischen zwei stählernen, mehrereZoll langen Backen einklemmen, welche an einer langen Sei-tcnkante mit Einkerbungen von der Gestalt und Größe derSägenzähne versehen sind; dann dienen diese Kerben als Richt-schnur zum richtigen Aufsetzen des Durchschlags; und wennder zwischen den Backen befindliche Theil der Säge mit Zähnenversehen ist, öffnet man die Klemmschraube und rückt das Blattweiter, um die Arbeit fortzusetzen. — Bei dem Sägen-Durchschnitte wird der stählerne Stempel, welcher hier dieStelle des Durchschlags vertritt, mittelst einer Schraube odereines Hebels in Bewegung gesetzt, und namentlich im erstenFalle gleicht das Ganze mehr oder weniger dem für andereZwecke angewendeten Durchschnitte. — Die mit dem Durch-schlage oder Durchschnitte gebildeten Zähne müssen, um gehö-rige Schärfe zu erlangen, nachgefeilt werden; sehr kleine Zähnewerden wohl auch ganz allein mit der Feile ausgearbeitet, so-wie man sich bekanntlich immer der Feile bedient, um die durchden Gebrauch stumpf gewordenen Sägen wieder zu schärfen.