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Ul. S chn ei d w a a r e n.
Unter diesem Gattungsnamen begreifen wir hier die vor-züglichsten schneidigen Werkzeuge, weil dieselben — bei allenVerschiedenheiten der Form — hinsichtlich der Erzengnng vielGemeinsames haben. Im Allgemeinen ist zu bemerken, daßfast nur die kleinsten und feinsten Schneidwerkzeuge (z. B.Federmesser-Klingen, kleine Scheercn, Rasirmesser, chirurgischeInstrumente) ganz aus Stahl verfertigt werden; daß hingegenbei den übrigen gewöhnlich der Hauptkörper aus Eisen besteht,und bloß an der Stelle der Schneide Stahl vorgeschweißtwird (vergl. oben Cap. 1). Die Hanptoperationen bei derDarstellung schneidender Geräthe find: das Schmieden (ein-schließlich des Anstählcns), wodurch den Stücken die rohe Formgegeben wird; das Härten und Anlasten; das Schleifen aufumlaufenden nassen Steinen, um sowohl die Oberfläche blankzu machen, als die Gestalt völlig auszubilden und der Schneideihre Schärfe zu geben. Gegenstände, welche nicht gerade vonder gröbsten Art sind, werden meist schon vor dem Härtenmit der Feile sorgfältiger ausgearbeitet; jedenfalls aber nachdem Härten, Anlassen und Schleifen noch geschmirgelt undendlich mit Kalk, Zinnasche, Polirroth rc. polirt. Um einenschönen Glanz anzunehmen, müssen sie entweder ganz ausStahl bestehen, oder durch Einsetzen gehärtet werden; dennnur harter Stahl läßt sich vollkommen schön polircn, nicht aberEisen, selbst nicht einmal weicher Stahl.
1) Beile und Aexte. — Die Verfertigung derselbenttheils unter dem Wasserhammer, theils durch Schmieden ausfreier Hand) macht das Geschäfk einiger Arbeiter aus, welchemit dem Namkn Hackenschmiede, Blankschmiede bezeich-netwerdcn, und außerdem mehrere ähnliche Geräthe: als Schaufelnn. dgl. liefern. Die Axt, zuweilen auch Hacke genannt, un-terscheidet sich von dem Beil durch ihren längern Stiel, haupt-sächlich aber durch die geringere Breite an der Schneide, unddurch den Umstand, daß ihre Schneide.von beiden Seiten gleich-