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dann nachträglich die Schneide in einer Weingeistflaninie an-zulassen. — Das nun folgende Schleifen geschieht auf dreiSchleifsteinen nach der Reihe: der erste und größte dient nurum die Klingen blank zu machen, die Flächen zu ebnen, sowieden Rücken und den Druck auszubilden; der zweite Stein istkleiner und höhlt die Flächen des quer daran gehaltenen Mes-sers aus; der letzte und kleinste, der meist nur 4 bis 6 ZollDurcknncsser hat, vollendet die Aushöhlung und macht die Schneidegehörig dünn. Zum Poliren dient Schmirgel, dann Zinnascheoder Polirroth auf Lederscheiben mit Oel. Die Scheibe, woraufman den Rücken polirt, enthält rund um die Peripherie eineRinne, in welche die Convcxität des Messerrückens paßt; dieFlächen der Klinge werden auf einer Scheibe polirt, derenDurchmesser jenem des letzten Schleifsteins gleich ist, damitdie Aushöhlung des Messers genau auf die Krümmung derScheibe paßt. Abgezogen werden die Rafirmesser zuerst aufHandsteinen, wie andere Messer; dann aber noch überdicß aufden Abziehriemen. Das Abziehen auf dem Steige muß mitder äußersten Sorgfalt vorgenommen werden, um der Schneidealle mögliche Feinheit zu ertheile». Sehr zweckmäßig bedientman sich dreier Steine von zunehmender Feinheit nach einan-der. Der erste kann ein Wasserstein (Sandstein von sehr fei-nem Korne) sein und eine etwas bogenförmige Oberfläche be-sitzen. Der zweite Stein, mit ebener Fläche, ist ein levanti-schcr Oclstein oder der bekannte gelbe Rasirmcsser-Schleifstein,der gleich jenem mit Oel gebraucht wird. Der letzte Steinist blauer feinkörniger Schiefer, auf dem man daS Abziehenmit Wasser verrichtet. Die höchste Verfeinerung der Schneidewird durch das Abziehen auf dem Abziehriemen, Streich-riemen, erlangt. Die Streichriemen haben gewöhnlich zweimit Leder überspannte Flächen, von welchen die eine mit ge-schlämmtem Polirroth, die andere mit geschlämmtem Neißblei(beide Pulver mit Oel oder Talg angemacht) cingerieben ist.Die rothe Seite wird zuerst, die schwarze später angewendet.