283
Schon vorher ist mit dem Eisen, woraus die Hülse entsteht,ein starker eiserner Stift durch Schweißung verbunden worden:diesen und den an der Klinge sitzenden Theil des Halses schweißtman nun zusammen, wodurch die Klinge mit der Hülse zwarverbunden ist, aber beide rechtwinkelig gegeneinander stehen.Man biegt hierauf den Hals im rothglühenden Zustande der-gestalt, daß die Klinge in ihre parallele Stellung gegen dieHülse kommt, uberhämmert die Hülse kalt auf einem Dorneund im Gesenke, um dem Eisen mehr Zähigkeit zu geben;macht dieselbe durch Ausglühen weich und bohrt ihre Höhlungauf der Flinten-Bohrmaschine aus. Das Aeußere der Hülseund der Hals werden mit der Feile ausgearbeitet, die Hülsezuweilen auch abgedreht. Das nunmehr folgende Härten, An-lasten, Schleifen und Poliren wird auf ähnliche Weise wie beiden Säbelklingen verrichtet.
Die Rappicre erfordern, nach der Art ihres Gebrauchs,nicht sowohl Härte als den höchsten Grad von Elasticität.Man macht sie aus gutem Gerbstahl, welcher unter dem vomMaster getriebenen Schwanzhammer zu 19 bis 22 Zoll laugen,3 bis 4 Linien breiten und 1^ Linien dicken Stäbchen aus-gestreckt wird. Die weitere Ausarbeitung geschieht mit Haud-hämmern. Zuerst wird an dem einen Ende ein Stück Eisenangeschweißt und aus dem Groben zur Angel geformt; dannschreitet man zum Ausschmieden der Klinge: bei diesen Arbeitenhat der Schmied, dessen Hammer nur 2 Pfund wiegt, einenGehülfen oder Borschläger, welcher einen 5- bis 6pfündigenHammer führt. Die Klingen werden jetzt einen! zweiten Schmiedübergeben, der sie, ohne Gehülfen, noch ein Mal überschmie-det, die Angel vollendet, die Spitze rund hämmert und die-selbe glühend im Schraubstocke zu einem Knopfe staucht. DasHärten, welches hierauf folgt, wird durch Eintauchen in Wasservorgenommen, aus welchem man die Klingen erst nach völligerAbkühlung wieder herausnimmt, um sie abzutrocknen, auf Kohlenbis zur hellblauen Farbe anzulasten, schnell mittelst des Ham-mers und mittelst Hiuziehens durch ein gabelförmiges Eisen