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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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hängendem Talg durch Abkratzen mit einem Stück Baumrinde,worauf sie kurze Zeit in die Flamme des Feuers gehalten,rasch in einen Haufen Kohlenlösche gesteckt und plötzlich (mithauender Bewegung) in kaltes Wasser eingesenkt werden. Durcbdiese letztere Behandlung (das Abklatschen) springt dergrößte Theil des Glühspans ab, und was davon noch sitzenbleibt, wird mit einem schneidigen Werkzeuge (Schabstahl)abgekratzt. Nun werden die Sensen blau angelassen (das Fär-ben oder Ablassen), indem man sie entweder über einemKohlenfeuer erhitzt, oder mit heißem Sande, der auf einer vonunten geheizten Eisenplatte sich befindet, bestreut. Um sie fer-ner von den durch das Härten entstandenen Krümmungen zubefreien, wie auch die Dichtigkeit und Zähigkeit des Stahlszu vermehren, werden sie kalt oder gelinde erwärmt unter demschon erwähnten Polirhammer oder einem andern kleinen, sehrschnellgehendcn Schwunghammer, dem Klöpperhammer,überschlagen (das Klöppern oder Blauhämmern). DenSchluß macht das Nichten mit einem 2 bis 3 Pfund schwe-ren Handhammer auf einem Holzblocke, um die etwa noch vor-handenen unregelmäßigen Krümmungen zu beseitigen, und dasAnschleifen der Schneide auf einem großen, vom Wasser um-gedrehten Schleifsteine, welches so schnell geschehen ist, daß ineiner Stunde über 50 Sensen von einem Arbeiter geschliffenwerden.

Die richtige Zerstückelung der zum Sensenschmieden die-nenden Stahlstäbe zu erleichtern, bedient man sich zur vorläu-figen Einthcilung des Stabes in gleiche Theile von dem be-stimmten (Gewichte öfters einer so genannten Wasser wage. Beim Härten, beim Abklatschen und besonders beim Klöp-pern springen manche Sensen, wenn der Stahl nicht von ganzguter Beschaffenheit ist. Eine Sensenschmiede mit einem Ar-beiterpersonale von 17 Köpfen erzeugt in einem Arbeitstageüber 200 kleine oder 150 bis 160 mittlere Sensen, und von100 Stück Sensen fallen durchschnittlich 5 oder 6 in den Aus-schuß. Eine gute Sense muß hinlängliche Härte besitzen, um