fang, indem sich weder die belgischen Erze zur Rohstahleisen-Prodnction, noch das Stabeisen zur Cementstahlfabrikationeignet. Neuerlich hat man viele Versuche gemacht, Puddelstahldarzustellen. Ueber die Menge der Fabrikation wissen wirgar nichts.
Schweden fabricirt Cement- und auch Gußstahl ausseinem am besten dazu geeigneten Stabeisen, jedoch nicht sehrviel, da es kein wohlfeiles mineralisches Brennmaterial hat,aus welchem Grunde daher das Stahleisen nach den Stein-kohlenbecken Englands, Frankreichs u. s. w. ausgeführt wird.Im Jahre 1847 wurden 245,700 preußische Centner Eisen-und Stahlwaaren dargestellt.
In Norwegen, so wie in Rußland finden ähnlicheVerhältnisse statt; es wird viel Stahleisen ausgeführt, alleindie Stahlfabrikation im Lande selbst ist gering, und die rus-sische Production beläuft sich auf etwa 10,000 Centner Roh-und 60,000 Centner Cementstahl.
Ueber die Stahlfabrikation der übrigen europäischen Län-der außer Deutschland, wissen wir wenig oder nichts, weß-halb wir sie übergehen und über die deutsche StahlbereitungNachstehendes bemerken.
Oesterreich fabricirt in Steicrmark, Kärnthen, Tyrolund im Erzherzogthum Oesterreich selbst jährlich die bedeu-tende Summe, etwa 290,000 Centner, Schmelzstahl, derzu den vorzüglichsten Sorten dieser Art gehört. Davon wer-den etwa 80 bis 90,000 Centner in rohem oder rafsinirtemZustande exportirt und der Nest im Jnlande verbraucht.Die Cementstahl-Fabrikation ist unbedeutend und beträgt nuretwa 2500 Centner jährlich. Dasselbe ist mit der Gußstahl-fabrikation der Fall, indem 1848 4200 Centner, größ-tentheils aus Rohstahl, dargestellt wurden. Die außeror-dentliche Güte des steierschen Stahls, insbesondere, wo es sichum Nerv und Dehnbarkeit handelt, ist in der ganzen Weltanerkannt.
In Preußen ist der Stahl zum bei weitem kleineren